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Liechtenstein|02.12.2019 (Aktualisiert am 05.12.19 09:08)

2. Dezember: Warum es an Weihnachten Gans oder Truthahn gibt

Zahlreiche Familien pflegen die Tradition, an Weihnachten einen Gänsebraten zu verzehren. Andere wiederum bevorzugen Truthahn. Doch woher kommt dieser Brauch überhaupt? Tatsächlich teilen beide Festmahlzeiten in etwa dieselbe Herkunft.

Zahlreiche Familien pflegen die Tradition, an Weihnachten einen Gänsebraten zu verzehren. Andere wiederum bevorzugen Truthahn. Doch woher kommt dieser Brauch überhaupt? Tatsächlich teilen beide Festmahlzeiten in etwa dieselbe Herkunft.

Wie so oft bei Bräuchen und Traditionen, ist auch die Herkunft der Weihnachtsgans nicht eindeutig gesichert. Historiker vermuten, dass der Brauch seinen Ursprung in der römischen Antike hat. Damals sei die Gans ein hoch geachtetes Tier gewesen. Sie diente vielerorts nämlich als Ersatz für einen Wachhund. Somit war eine Gans ein ehrenvolles Geschenk für einen Gastgeber respektive einen Gast.

Eine weitere Theorie besagt, dass der Brauch mit dem katholischen Glauben zusammenhängt. Im Mittelalter war während der Weihnachtszeit nämlich auch gleichzeitig die Fastenzeit. Damals seien demnach viele vermögende Leute auf Gans als Weihnachtsessen umgestiegen, da ihnen der Weihnachtskarpfen zu langweilig wurde. Damit verstiessen sie aber nicht gegen die Fastenzeit, da Gänse ja auf dem Wasser leben und somit im weitesten Sinne zu den Fischen zählten.

Der Brauch der Weihnachtsgans hat eine lange Vergangenheit. (Symbolfoto: Shut­terstock)

Elisabeth I. erklärt die Gans zum Festmahl

Zwar liegt der Ursprung der Weihnachtsgans weitgehend im Dunkeln, doch wer ihr zum endgültigen Durchbruch verhalf, ist wiederum eindeutig geklärt: Die englische Königin Elisabeth I. Der Legende nach habe sie gerade einen Gänsebraten gegessen, als ihr ein Informant die Botschaft überbrachte, dass ihre Flotte gegen die spanische Armada gesiegt hatte. Das war 1588. Die Königin deutete diesen Zufall als ein gutes Omen und erklärte die Gans zum Weihnachtsmahl. Der Brauch verbreitete sich in den Jahren danach schnell über fast ganz Europa.

Es scheint allerdings, als wären Vögel damals generell schon eine beliebte Mahlzeit zu besonderen Anlässen gewesen. Denn Archäologen fanden in England Geschirr mit Vogelknochen, die sich auf die Zeit zwischen 1520 und 1550 datierten. Die Knochen stammen von einem Truthahn. Damit taucht in Europa ein weiteres «Weihnachtstier» auf, das es bislang nur in Nord- und Mittelamerika gab. Genau deshalb galten Truthähne auch als wertvoll, da der Import sehr teuer war. Und somit war es schon etwas Besonderes, wenn zur Abwechslung mal etwas Exotisches auf dem Teller landete.

(mw)

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