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Adventskalender
Liechtenstein|12.12.2018

12. Dezember: Weihnachtsbräuche rund um die Welt

In anderen Ländern gelten bekanntlich auch andere Sitten. Jedoch gibt es wohl kaum eine Tradition, die weltweit so individuell praktiziert wird, wie das Weihnachtsfest. Ein Blick auf die Weihnachtsbräuche verschiedener Nationen verdeutlicht dies.

In anderen Ländern gelten bekanntlich auch andere Sitten. Jedoch gibt es wohl kaum eine Tradition, die weltweit so individuell praktiziert wird, wie das Weihnachtsfest. Ein Blick auf die Weihnachtsbräuche verschiedener Nationen verdeutlicht dies.

Island: Weihnachtsmonster

Während in vielen Ländern der Nikolaus in der Adventszeit zu Besuch kommt, treiben in Island Weihnachtsmonster ihr Unwesen. Diese Monster sorgen dafür, dass sich die Kinder daran erinnern, artig zu sein und zu bleiben. So gibt es zum Beispiel die Weihnachtskatze mit dem Namen Jólakötturinn. Sie frisst Kinder, die ihren Pflichten nicht nachgegangen sind.

Weihnachts­katze (Symbolbild: Shut­terstock)

Japan: Fast Food

In Japan geht es an Weihnachten - wie in vielen anderen Nationen - ums Essen. Eine besondere Tradition trägt dort den Namen «Kurisumasu ni wa kentakkii» (Übersetzung: «Kentucky zu Weihnachten»). An Heiligabend verspeisen deshalb zahlreiche Japaner bei KFC ihr Weihnachtshühnchen. Der Brauch geht auf eine Werbekampagne aus dem Jahre 1974 zurück.

Fastfood zu Weihnachten (Symbolbild: Shut­terstock)

Kanada: Der Briefkasten des Weihnachtsmanns

Wenn man einen Brief an den Weihnachtsmann sendet, rechnet man wohl nicht damit, dass dieser auch beantwortet wird. Es scheint aber so, als wäre das Geheimnis um Santa Claus endlich gelüftet, denn die Kanadier kennen seine Adresse: North Pole H0H 0H0, Canada. Wer bis zum 16. Dezember einen Brief an diese Adresse schreibt, erhält eine Antwort vom Weihnachtsmann höchstpersönlich. Es scheint, als wäre der Weihnachtsmann multilingual, denn die Einsendungen werden in mehr als 30 Sprachen, inklusive Blindenschrift, beantwortet.

Briefe an den Weihnachtsmann. (Symbolbild: Shut­terstock)

Norwegen: Besen und Wischmopp

Der Aberglaube der Norweger besagt, dass an Weihnachten die bösen Geister zurück zur Erde kehren. Aus diesem Grund verstecken die Norweger in der Nacht ihre Besen und Wischmopps. Damit will man verhindern, dass diese von den Geistern gestohlen werden, um eine Spritztour durch die Lüfte zu machen.

Besen und Wischmopps werden tradi­tionell ver­steckt. (Symbolbild: Shut­terstock)

Polen: Sternstunde

Der richtige Zeitpunkt für das Öffnen der Geschenke wird hier von den Sternen bestimmt. Das jüngste Kind einer Familie muss den Abendhimmel beobachten und darauf warten, bis der erste Stern auftaucht. Erst dann darf das erste Geschenk ausgepackt werden. Bei schlechter Witterung entscheidet man einfach über den Daumen gepeilt, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Sterne legen fest, wann das erste Geschenk geöf­fnet werden darf. (Symbolbild: Shut­terstock)

Schweden: Donald Duck

Das Donald-Duck-Special hat in Schweden einen hohen Stellenwert. Das geht sogar so weit, dass die Familien die Ausstrahlung fix in die Planung der Feier an Heiligabend miteinbeziehen. Die Sendung läuft jährlich um 15 Uhr.

Weihnachts-Donald-Duck (Symbolbild: Shut­terstock)

Spanien: Der Holzblock

Neben dem Christbaum gibt es in vielen Teilen Spaniens den Tió de Nadal, den Weihnachtsbaumstamm. Der Holzblock wird meistens mit einem Gesicht und mit Beinen versehen. Der Legende nach bringt der Weihnachtsbaumstamm den Familien ihre Geschenke. Zudem kann es auch vorkommen, dass sich der Tió de Nadal in der Nacht in Häuser einschleicht, um sich zu verpflegen und die Nacht unter einer warmen Decke zu verbringen. An Heiligabend legen die Familien den Holzblock dann ins Feuer. Im Anschluss wird er von allen Familienmitgliedern mit Stöcken geschlagen. Das soll bewirken, dass er Geschenke und Süssigkeiten «kackt». Der Spitzname des kleinen Wichts lautet nämlich tatsächlich Caga Tió, «kackender Baumstamm».

Der Weihnachtsbaum­stamm wird in Spanien auch Tió de Nadal genannt. (Symbolbild: Shut­terstock)

Ukraine: Spinnennetze am Weihnachtsbaum

Eine wichtige Eigenschaft eines gut geschmückten Weihnachtsbaums ist für die Ukrainer, dass er mit (künstlichen) Spinnweben behängt ist. Das geht auf die Geschichte einer alten Frau zurück, die zu arm war, um sich Baumschmuck zu kaufen und den Baum deshalb nur aufstellte, ohne ihn schmücken zu können. Als Sie Frau am nächsten Morgen aufwachte, war ihr Christbaum mit Spinnennetzen übersäht. Diese glitzerten im Sonnenlicht so sehr, dass der Baum nun wunderschön aussah.

USA: Gurke als Glücksbringer

In den Staaten ist es Brauch, dass am Weihnachtsbaum irgendwo ein Ornament mit der Form einer Essiggurke versteckt wird. Derjenige, der die «Weihnachtsgurke» findet, bekommt ein zusätzliches Geschenk oder ist künftig mit sehr viel Glück gesegnet.

Venezuela: Rollschuhfahren

In praktisch allen Kulturkreisen, die Weihnachten feiern, gibt es die sogenannte Christmette, die Weihnachtsmesse. In der venezuelischen Hauptstadt Caracas gibt es hierbei aber eine ganz besondere Tradition, denn man geht nicht einfach zu Fuss zur Kirche, sondern man «fährt» mit Rollschuhen. Eigens für diese Besonderheit werden in manchen Teilen der Stadt die Strassen gesperrt.

(mw)

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