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(Foto:ZVG)
Adventskalender
Liechtenstein|20.12.2018

20. Dezember: Weihnachtsessen

Während die Kinder auf die Bescherung hinfiebern und das Festmahl nur am Rande wahrnehmen, geniessen es die Erwachsenen umso mehr. Schliesslich handelt es sich nicht nur um ein gewöhnliches Essen, es soll ja etwas Besonderes sein.

(Foto:ZVG)

Während die Kinder auf die Bescherung hinfiebern und das Festmahl nur am Rande wahrnehmen, geniessen es die Erwachsenen umso mehr. Schliesslich handelt es sich nicht nur um ein gewöhnliches Essen, es soll ja etwas Besonderes sein.

Ursprünglich fasteten die Christen in der Adventszeit und belohnten sich daher am Ende der Fastenzeit, also an Weihnachten, mit einem üppigen Festmahl. Das sogenannte Adventsfasten wurde schon im 6. Jahrhundert in der griechischen Kirche eingeführt. Die lateinische Kirche begann damit immer mit dem Sonntag nach Martini, dem 11. November. Daher kommt auch der Name Martinifasten. Seit 1917 wird dieses von der Kirche jedoch nicht mehr verlangt und längst nicht mehr überall durchgeführt – das grosse Festessen zu Weihnachten ist jedoch geblieben.

Während in Deutschland Kartoffelsalat mit Würstchen das beliebteste Weihnachtsmenü ist, steht in der Schweiz Fondue Chinoise an erster Stelle, dicht gefolgt von Raclette und Rollschinkli. Beliebt ist auch der Truthahn, welcher sowohl in Amerika als auch in England eine Tradition hat und von einigen hier übernommen wird. Jede Familie hat ihre eigenen Rezepte für die beste Füllung. In Litauen wird vegetarisch gegessen – und nicht nur das, es gibt ganze zwölf Speisen. Vegetarisch deshalb, da in Litauen die Fastenzeit erst am nachfolgenden Tag endet, an welchem auch wieder Fleisch gegessen werden darf. Die zwölf Speisen stehen symbolisch für die zwölf Apostel oder die zwölf Monate im Jahr. An Heiligabend wird auch in Italien vegetarisch gegessen. Das Essen fällt jeweils am nächsten Tag grösser aus. Neben Gemüsesuppe, Lamm, Huhn und Würstchen darf der Wein natürlich nicht fehlen. In Frankreich erscheint das Festmahl nochmals in einer anderen Dimension – mit bis zu sieben Gängen gestalten sie ihr Menü. Von Schnecken, Austern und Lachs über Gans und Truthahn – Hauptsache, so viel Essen wie möglich. Nicht zu vergessen, der Käse, der ja bekanntlich den Magen schliesst. In Brasilien wird ein Putenbraten mit Maronen und Ananas gefüllt. Des Weiteren wird gebratener Kochschinken zubereitet sowie Tomaten- und Thunfischcremes, Kokosplätzchen und frisches Obst.

Rund um die Welt wird Weihnachten ausgiebig gefeiert, überall aber ein bisschen anders, was besonders die vielen verschiedenen Esstraditionen zeigen.

(Foto:SSI)
(rö)

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