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Liechtenstein|14.12.2018

14. Dezember: Der Christbaum

Ob zu Hause im Wohnzimmer oder draussen an öffentlichen Plätzen: Der Christbaum ist nicht mehr von der Weihnachtszeit wegzudenken. Doch woher dieser Brauch ursprünglich stammt, konnte man bis heute nicht eindeutig klären.

Ob zu Hause im Wohnzimmer oder draussen an öffentlichen Plätzen: Der Christbaum ist nicht mehr von der Weihnachtszeit wegzudenken. Doch woher dieser Brauch ursprünglich stammt, konnte man bis heute nicht eindeutig klären.

In zahlreichen antiken Kulturen galten immergrüne Pflanzen als ein Symbol für Lebenskraft. So hängten sich beispielsweise die Römer beim Jahreswechsel Lorbeerkränze ans Haus, um böse Geister fernzuhalten. Auch in nordischen Kulturen gab es diesen Brauch. Allerdings dienten hier Tannenzweige als Symbolträger. Die Bedeutung immergrüner Pflanzen verfestigte sich dann im Mittelalter. An vielen Feierlichkeiten wurden Bäume aufgestellt, darunter auch Maibäume, die es heute noch gibt. Zu dieser Zeit kreuzt sich dann das Aufstellen eines Baums auch direkt mit Weihnachten: Zum Gedenktag Adams und Evas wurde in den Kirchen ein Baum errichtet und mit Äpfeln geschmückt. Er sollte somit an den «Baum der Erkenntnis» erinnern und somit die Erbsünde des Menschen mahnen.

(Symbolbild: SSI)

Ein deutscher Brauch

Die erste schriftliche Erwähnung eines Christbaums in der heutigen Form belegt, dass 1527 im Raum Aschaffenburg ein «weihenacht baum [sic!]» errichtet wurde. Knapp 80 Jahre später, im Jahre 1605, scheint sich dann der Brauch, einen Weihnachtsbaum aufzustellen und zu schmücken, auch im Elsass allgemein durchgesetzt zu haben. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts breitete sich dieser Brauch innerhalb von Deutschland nach und nach aus. Internationale Bekanntheit erlangte der Christbaum dann aber in den 1830er-Jahren: 1832 stellte ein deutscher Harvard-Professor namens Karl Follen in seinem Haus in Massachusetts den ersten Christbaum der USA auf, was in den Staaten schnell auf Anklang stiess. England erreichte der Brauch 1840, als sich Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha mit Königin Victoria vermählte und die Tradition aus Deutschland mitbrachte. In den darauffolgenden Jahren hielt der Weihnachtsbaum nach dem gleichen Prinzip in zahlreichen Nationen Europas Einzug.

(mw)

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