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Liechtenstein|13.12.2018

13. Dezember: Baumschmuck rund um die Welt

So viele Traditionen es weltweit zur Weihnachtszeit auch gibt, eine haben die meisten Nationen gemeinsam: Den Weihnachtsbaum. Doch auch hier definieren es zahlreiche Nationen anders, wie ein perfekter Baum geschmückt sein muss.

So viele Traditionen es weltweit zur Weihnachtszeit auch gibt, eine haben die meisten Nationen gemeinsam: Den Weihnachtsbaum. Doch auch hier definieren es zahlreiche Nationen anders, wie ein perfekter Baum geschmückt sein muss.

Dass man sich unter einem Weihnachtsbaum eine Tanne vorstellt, die mit bunten Kugeln, Lametta und Lichterketten behängt wird, trifft wohl für jeden Europäer zu. Doch die Tradition wird vielerorts anders interpretiert, als man es sich hierzulande gewohnt ist. In Erdteilen, auf denen keine Tannenbäume vorkommen, wurde der klassische Baum durch andere Gewächse ersetzt, so zum Beispiel in Bangladesch und Indien. Hier dienen Bananenpalmen als Christbäume. Zudem gelten die Blätter dieser Palme, ähnlich wie bei uns die Tannenzweige, als Dekoration zur Weihnachtszeit. Palmen bilden auch in Ghana und Liberia den Ersatz für den Nadelbaum. Eine besondere Tradition pflegt man in Libanon, denn hier werden zur Weihnachtszeit aus Wattebäuschen Erbsen- und Bohnenkeimlinge gezüchtet, die dann als Dekoration gelten, sobald sie eine Grösse von etwa 15 Zentimeter erreicht haben.

Künstliche Vertreter

Obwohl Japan und China keine christlichen Traditionen haben, stellen auch sie zu Weihnachten ein Weihnachtsbaum auf. Dieser ausschliesslich künstliche Zwilling der klassischen Christbäume wird mit vielen kleinen Laternen geschmückt, weshalb er in den beiden Nationen auch «Lichterbaum» genannt wird. Künstliche Bäume werden aber auch in Ländern aufgestellt, in denen Tannenbäume nicht heimisch sind. Das betrifft vor allem heisse und tropische Regionen dieser Welt. So findet man in Südamerika aber auch in Australien grundsätzlich nur künstliche Weihnachtsbäume. Diese behängt man dort gerne mit Wattebäuschen, um den Schnee zu simulieren. Ein weiterer Ort, an dem auf eine Kunststoffkopie zurückgegriffen werden muss ist Ägypten, auch wenn es dort nur die eher kleine christliche Minderheit betrifft.

(Symbolfoto: SSI)

Wer hat den schönsten Baum?

Nicht nur der Christbaum wird rund um den Globus unterschiedlich interpretiert, sondern auch, wie man ihn am besten zu schmücken hat. In Deutschland ist bis heute der Spitzenreiter, wenn es darum geht, den Baum mit Kerzen zu behängen - eine Tradition, die bereits seit dem 18. Jahrhundert existiert. Ansonsten haben Lichterketten die Kerzen grösstenteils verdrängt. Es gibt aber noch ganz andere Bräuche bezüglich des Christbaumschmucks: Die Dänen zum Beispiel, schmücken ihren Weihnachtsbaum in den dänischen Nationalflaggen rot und weiss. Und auch in den USA verkörpert er einen gewissen Patriotismus, denn in den Staaten wird er oftmals mit Flaggen behängt. Darum wird der Christbaum dort auch als «Flaggenbaum» bezeichnet. Mehr Wert auf Schlichtheit und Handarbeit legt man im Balkan: Hier gelten selbst gebastelte Kunstwerke aus Stroh und Zweigen als der schönste Baumschmuck.

Facettenreiche Tradition

In manchen Nationen ist sogar das Schmücken eines Weihnachtsbaums eine verankerte Tradition. In Kenia ist es Brauch, dass Kinder allein für den Schmuck aber auch für das Abräumen des Baums zuständig sind. In Senegal wiederum kann der Christbaum als eine Art «Zeichen der Nächstenliebe» gesehen werden, denn die christliche Minderheit darf jährlich Weihnachtsbäume in den Moscheen aufstellen. Den grössten Stolz auf ihren Baum haben aber wohl die Norweger: Hier ist es Tradition, den eigenen Christbaum selbst zu suchen und zu schlagen.

(mw)

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