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Der Flugzeugbauer Airbus will mit einer neuen Version des Modells A321neo durchstarten. Das Modell mit dem Namen A321XLR wird das Schmalrumpf-Flugzeug mit der längsten Reichweite.(Archivbild)
Wirtschaft
International|17.06.2019

Airbus rechnet mit guter Nachfrage für neues Langstrecken-Modell

PARIS - Airbus geht in der Flugbranche mit einem neuen Modellangebot auf Kundenfang. Die Langstrecken-Version des Verkaufsschlagers A321neo wurde am Montag auf der Pariser Luftfahrtmesse vorgestellt.

Der Flugzeugbauer Airbus will mit einer neuen Version des Modells A321neo durchstarten. Das Modell mit dem Namen A321XLR wird das Schmalrumpf-Flugzeug mit der längsten Reichweite.(Archivbild)

PARIS - Airbus geht in der Flugbranche mit einem neuen Modellangebot auf Kundenfang. Die Langstrecken-Version des Verkaufsschlagers A321neo wurde am Montag auf der Pariser Luftfahrtmesse vorgestellt.

Das Modell mit dem Namen A321XLR wird das Schmalrumpf-Flugzeug mit der längsten Reichweite. Es ist auf spezielle Bedürfnisse zugeschnitten. Die Fluggesellschaften sollen damit vergleichsweise günstig längere Strecken anbieten können, die nicht so gefragt sind.

"Es ist daher für die Airlines auf diesen Routen die Investition mit dem geringsten Risiko", sagte Airbus-Verkaufschef Christian Scherer.

Damit will der europäische Flugzeugbauer dem US-Erzrivalen Boeing ein Schnippchen schlagen, der ebenfalls einen neuen Flieger für dieses Marktsegment plant. Nach Auskunft von Personen, die mit der Sache vertraut sind, wird Airbus in dieser Woche fast 200 Bestellungen für den A321XLR bekanntgeben.

Das neue Modell, das nur einen einzigen Gang in der Mitte der Sitzreihen hat, soll mit 8'300 Kilometern eine längere Reichweite haben als der A321LR, der rund 7'400 Kilometer fliegen kann.

In Paris dürfte die Branchenstimmung diesmal gedämpft ausfallen. Dafür sorgen die Zollkonflikte, die Eintrübung der Weltkonjunktur und wachsende geopolitische Spannungen. Analysten rechnen damit, dass auf der Messe 400 bis 800 Bestellungen und Zusagen besiegelt werden.

Vergangenes Jahr bei der Flugschau im englischen Farnborough waren es noch 959 gewesen. Die beiden Platzhirsche Airbus und Boeing haben allerdings auch mit hausgemachten Problemen zu kämpfen. Während Boeing nach zwei Abstürzen mit einem Startverbot seines 737 MAX konfrontiert ist, macht Airbus seit langem bereits ein Korruptions-Skandal zu schaffen.

(sda / awp / reu)

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