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Für einen guten Zweck: Die australische Version des Osterhasen, der Bilby, ist eigentlich eine Kampagne zum Schutz dieser Beuteltiere. (Symbolfoto: Shutterstock)
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International|21.04.2019

Skurrile Oster-Traditionen rund um den Globus

SCHAAN - Zwar bedeutet Ostern für alle Christen das gleiche, doch die Bräuche rund um das Glaubensfest weltweit könnten kaum unterschiedlicher sein. Ein Auszug.

Für einen guten Zweck: Die australische Version des Osterhasen, der Bilby, ist eigentlich eine Kampagne zum Schutz dieser Beuteltiere. (Symbolfoto: Shutterstock)

SCHAAN - Zwar bedeutet Ostern für alle Christen das gleiche, doch die Bräuche rund um das Glaubensfest weltweit könnten kaum unterschiedlicher sein. Ein Auszug.

Andere Länder, andere Sitten. Die Vielfalt an Osterbräuchen rund um die Welt zeigt, dass dieses Sprichwort definitiv zutrifft. Die Traditionen rund um Ostern beginnen mancherorts schon ein Woche vor dem Karwochenende. So zum Beispiel in Finnland: Am Palmsonntag versetzen sich die Finnen mit Birkenruten leichte Hiebe auf den Rücken. Das soll an die Ankunft Jesu in Jerusalem erinnern. Darüber hinaus sollen diese Hiebe Glück bringen.

Übermütige Menschen kommen am Ostermontag in Polen auf ihre Kosten: Am sogenannten «nassen Montag» liefert sich die polnische Bevölkerung mit Eimern, Wasserpistolen und Wasserbomben auf den Strassen grosse Wasserschlachten. Dieses Ritual geht auf das Mittelalter zurück. Damals begossen Männer die ihrer Meinung nach schönsten Frauen mit Wasser.

Eine noch wildere Schlacht liefern sich zu Ostern die Bulgaren. Hier findet nach der Messe am Ostersonntag eine Eierschlacht vor der Kirche statt. Skurril aber wahr: Jeder bewirft sowohl die Kirchenwand als auch seine Familienmitglieder mit Ostereiern. Derjenige, dessen Ei die Schlacht unbeschädigt übersteht, soll im kommenden Jahr das erfolgreichste Familenmitglied werden.

Beuteltier ersetzt den Osterhasen

In Australien gibt es keinen Osterhasen, zumindest nicht in der Form, in der wir ihn uns vorstellen. Hier lautet sein Name «Easter Bilby» und ist ein Beuteltier. Bilbys sind eine Tierart, die durch die eingeschleppten Hasen vom Aussterben bedroht sind. An Ostern gibt es in Australien also Plüsch- und Schokobilbys für Kinder zu kaufen. Ein Teil jeglicher Einnahmen geht dabei an Tierschutzprojekte, die sich für diese kleinen Beuteltiere einsetzen.

Von einem Tier geprägt wird auch ein Osterbrauch in Irland. Hier hält die Bevölkerung der Dörfer einen feierlichen Strassenzug zu einer Wiese ab, auf der sie anschliessend einen Hering begraben. Das Begräbnis steht als ein Symbol für das Ende der Fastenzeit, in der kein Fleisch sondern nur Fisch gegessen werden durfte.

Strassenfeste gehören vor allem auch in Haiti zum Brauchtum um Ostern. Die sogenannten «Oster-Raras» ziehen mit rhytmischen Lärm aus Natur- und Blechinstrumenten durch die Strassen. Diese Raras werden von Tänzern und Akrobaten begleitet. Am Ostersonntag findet dann ein grosses Festmahl statt.

(mw)

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