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Mit Kerzen und Fackeln wurde der Opfer des Erdbebens gedacht.
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International|24.08.2019

Drei Jahre nach Erdbeben - Gedenken an Opfer in Amatrice

ROM AMATRICE - Mit einem Fackelzug hat die Kleinstadt Amatrice in der Nacht auf Samstag der Erdbebenkatastrophe vor drei Jahren gedacht. In der Gegend in Mittelitalien starben am 24. August 2016 insgesamt 299 Menschen, davon 249 allein in Amatrice.

Mit Kerzen und Fackeln wurde der Opfer des Erdbebens gedacht.

ROM AMATRICE - Mit einem Fackelzug hat die Kleinstadt Amatrice in der Nacht auf Samstag der Erdbebenkatastrophe vor drei Jahren gedacht. In der Gegend in Mittelitalien starben am 24. August 2016 insgesamt 299 Menschen, davon 249 allein in Amatrice.

Um exakt 3.36 Uhr, zu dieser Zeit hatte damals die Erde gebebt, läuteten in Amatrice die Glocken. Dabei wurden die Namen der Todesopfer verlesen. Für jedes Opfer gab es einen Glockenschlag.

Am 24. August 2016 hatte in der mittelitalienischen Region eine Erdbebenserie begonnen, die ganze Ortschaften verwüstete. Zehntausende Menschen wurden obdachlos. Die Schäden der Naturkatastrophe wurden mit 23 Milliarden Euro beziffert. Das italienische Institut für Geologie und Vulkanologie (INGV) bezeichnete das Erdbeben von Amatrice als das verheerendste der vergangenen 100 Jahre im Land.

Drei Jahre später kommt der Wiederaufbau nur schleppend voran. Alle betroffenen Familien haben zwar Wohnmöglichkeiten erhalten, mehrere Geschäfte, Restaurants und Schulen wurden wieder geöffnet. Doch der Wiederaufbau des historischen Kerns von Amatrice wird noch mehrere Jahre dauern.

Die Trümmer sind fast komplett beseitigt worden und Kräne sind beim Wiederaufbau einer Reihe von Wohnkomplexen im Einsatz. Die Diözese bemüht sich um die Wiedereröffnung der 70 Kirchen, die in der Umgebung beim Erdbeben beschädigt wurden. Doch ein Teil der Bevölkerung hat Amatrice verlassen und wird nicht mehr zurückkehren.

Bürokratische Hürden für den Wiederaufbau

"Die Trümmer sind zum Grossteil weggebracht worden, doch wir haben unsere Geschichte und unsere Identität verloren", beklagt der Bürgermeister von Amatrice, Antonio Fontanella. Bürokratische Hürden erschweren den Wiederaufbau. Die Bevölkerung fühlt sich im Stich gelassen. In Rom fehle es vor allem nach dem vorzeitigen Ende einer weiteren Regierung an Ansprechpartnern, die den Wiederaufbau koordinieren. "Wir haben den Eindruck, dass wir von allen vergessen worden sind", so Mauro Falcucci, Bürgermeister der Gemeinde Castelsantangelo sul Nera.

138 Gemeinden wurden in Mittelitalien bei den drei Erdbeben zerstört, die Italien am 24. August 2016, am 30. Oktober 2016 und am 18. Januar 2017 erschütterten. 73'000 Gebäude wurden als einsturzgefährdet eingestuft. Rund 35 Prozent der Trümmer wurden bisher nicht beseitigt. 10'000 Anfragen auf öffentliche Beiträge für den Wiederaufbau wurden eingereicht.

(sda / apa)

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