Japan will die Olympischen Spiele verschieben
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International|24.03.2020 (Aktualisiert am 25.03.20 08:51)

Es war eine Frage der Zeit: Olympische Sommerspiele abgesagt

ALLGEMEINES - Die Olympischen Spiele in Tokio finden nicht wie geplant in diesem Sommer statt. Japan als Ausrichter und das IOC haben sich am Dienstag darauf geeinigt, die Sommerspiele zu verschieben.

Japan will die Olympischen Spiele verschieben

ALLGEMEINES - Die Olympischen Spiele in Tokio finden nicht wie geplant in diesem Sommer statt. Japan als Ausrichter und das IOC haben sich am Dienstag darauf geeinigt, die Sommerspiele zu verschieben.

Ein genauer Termin für den weltweit grössten Sportanlass wurde noch nicht festgelegt. Das Internationale Olympische Komitee hielt in seiner Mitteilung bloss fest, dass Tokio 2020 nicht später als im Sommer 2021 stattfinden soll. Am Namen "Olympische Spiele 2020" wird festgehalten, unabhängig davon, wann die Sommerspiele durchgeführt werden.

Vor dem Entscheid hatte Japans Premierminister Shinzo Abe den IOC-Präsidenten Thomas Bach um eine Verschiebung der ursprünglich vom 24. Juli bis 9. August geplanten Olympischen Spiele gebeten. Bach haben dem zu hundert Prozent zugestimmt, erklärte Abe vor den TV-Kameras. Noch am Sonntag hatte das IOC erklärt, sich innerhalb von vier Wochen zu einer möglichen Verschiebung zu äussern.

Seitdem erhöhte sich der Druck auf das IOC und Japan allerdings: Unter anderem kündigten Kanada und Australien an, in diesem Sommer keine Athleten nach Tokio zu schicken. Verschiedene Verbände und Nationale Olympische Komitees, darunter Swiss Olympic, sprachen sich für eine Neuansetzung der Sommerspiele aus.

Die Verschiebung ist ein historischer Entscheid. Eine Absage gab es in der Vergangenheit dagegen schon einige Male. Im Ersten Weltkrieg wurden die Sommerspiele 1916 (Berlin), im Zweiten Weltkrieg die Sommerspiele 1940 (Tokio) und 1944 (London) sowie die Winterspiele 1940 (Cortina d'Ampezzo) und 1944 (Sapporo) gestrichen.

Auch Liechtensteiner Athleten betroffen

Die Verschiebung sorgt aber auch dafür, dass einige Athleten aus Liechtenstein ihre Siasonplanung über den haufen werfen müssen. So beispielsweise Schwimmerin Julia Hassler, die die Olympischen Spiele eigentlich als Abschieds-Event vor ihrem Rücktritt nutzen wollte. Neben Hassler hatte sich auch Teamkollege Christoph Meier bereits das Ticket gesichert - auch er muss sich nun also gedulden.


Gehofft auf eine Teilnahme haben derweil das Artistic-Swimming-Duo mit Marluce Schierscher und Lara Mechnig, sowie Judoka Raphael Schwendinger. Letzterer erfüllte die nationalen Limiten und hätte per Einleidung am Grossanlass in Tokio dabei sein können, sofern es eine solche "Invitation Card" gegeben hätte.


Anders sieht es bei den Synchronschwimmerinnen aus. Für sie hätte Ende April der offizielle Qualifikationswettkampf in Tokio stattgefunden. Jener wurde zuletzt aber ebenfalls auf Juni verschoben. Ob das nach Bekanntgabe der Olympia-Verschiebung so bleibt, ist derzeit noch nicht fix. Klar ist aber, wollen Schierscher/Mechnig dabei sein, müssen sie sich noch qualifizieren.

(sda/mm)

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