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Marc Hirschi zeigte in seiner Debüt-Saison als Profi einige ganz starke Leistungen
Sport
International|12.10.2019

Marc Hirschi zieht nach erster Profi-Saison positive Bilanz

RAD - Mit der Lombardei-Rundfahrt steht für Marc Hirschi das letzte Rennen seiner ersten Profi-Saison bevor. Der Berner ist auf gutem Weg, auch bei der Elite zum Siegfahrer zu avancieren.

Marc Hirschi zeigte in seiner Debüt-Saison als Profi einige ganz starke Leistungen

RAD - Mit der Lombardei-Rundfahrt steht für Marc Hirschi das letzte Rennen seiner ersten Profi-Saison bevor. Der Berner ist auf gutem Weg, auch bei der Elite zum Siegfahrer zu avancieren.

Zwar blieb Marc Hirschi heuer ein erster Triumph bei den Profis (noch) verwehrt. Das wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch nach der Lombardei-Rundfahrt, dem letzten der fünf sogenannten Radsport-Monumente, so bleiben. Denn vor seinem 57. und letzten Renntag dieser Saison - und nach gut 8700 zurückgelegten Rennkilometern - fühlt sich der letztjährige Welt- und Europameister der U23-Kategorie "nicht mehr in Topform". Den Peak (Formhöhepunkt) habe er im August gehabt, sagt Hirschi.

Beim Eintages-Klassiker im baskischen San Sebastian belegte er nach einer überzeugenden Leistung den 3. Rang. Geschlagen nur vom belgischen Supertalent Remco Evenepoel und dessen Landsmann und Olympiasieger Greg van Avermaet. Einige Tage später fuhr Hirschi auch in der siebentägigen Benelux-Rundfahrt um den Gesamtsieg mit. Letztlich reichte es dem 21-Jährigen aus Ittigen zum 5. Rang. Bei der anschliessenden Deutschland-Rundfahrt überzeugte er als Sechster. Und im Strassenrennen bei der WM in Grossbritannien, wo sich Landsmann Stefan Küng die Bronzemedaille sicherte, hielt er sich bis in die Schlussrunde in der Verfolgergruppe.

Erste Grand Tour im 2020

"Die erste Saisonhälfte war unter anderem mit dem E3 GP (10. Platz - Red.) und der Baskenland-Rundfahrt (zwei Top-5-Etappenränge) in etwa wie erwartet verlaufen. Doch danach habe ich ein, zwei Schritte vorwärts gemacht, die ich erst für nächstes Jahr oder 2021 erwartet hätte", erzählt Hirschi. Mit seinen Resultaten hat sich der Schweizer im Team Sunweb, bei dem er noch für zwei weitere Saisons unter Vertrag steht, bereits ein gewisses Ansehen geschaffen.

2020 werde er einige Renntage mehr und auch seine erste Grand Tour absolvieren, verrät Hirschi denn auch. Ob es dann der Giro, die Tour oder Vuelta wird, will er noch nicht verraten. Im Fokus hat der aufstrebende Berner auch die Olympischen Spiele in Tokio und die Heim-WM in Aigle-Martigny - und die Tour de Suisse. "Diese hat für einen Schweizer immer eine Sonderstellung", so Hirschi, der hofft, bei der nächstjährigen Landesrundfahrt etwas mehr Freiheiten von seinem Team zu erhalten als heuer.

Obwohl die Form in den letzten Wochen etwas gelitten hat, schliesst Hirschi nicht aus, dass er in der 113. Austragung der Lombardei-Rundfahrt nicht doch etwas probieren werde - oder vielmehr probieren dürfe. Das Team setze am Samstag zwar klar auf Wilco Kelderman, "doch je nach Taktik versuche ich vielleicht, in eine Ausreissergruppe zu kommen". Zumindest die letzten rund 60 der 243 km von Bergamo nach Como hat sich Hirschi deshalb am Freitag im Abschlusstraining genau eingeprägt.

Bernal und Roglic als Topfavoriten

Doch das Team Sunweb gehört mit seinem niederländischem Leader Kelderman bei "Il Lombardia" nur zum erweiterten Favoritenkreis. Der Tour-de-France-Sieger Egan Bernal und auch der Vuelta-Sieger Primoz Roglic zeigten in den ebenfalls sehr anspruchsvollen Vorbereitungsrennen von dieser Woche in Italien ihre Stärke mit Siegen auf. Auch die Form von Vincenzo Nibali, der in der Lombardei zweimal siegte (2015, 2017) und im Vorjahr hinter Thibaut Pinot Zweiter war, scheint zu stimmen. "Neben diesen Fahrern gilt es auch Alejandro Valverde, Michael Woods und David Gaudu zu beachten", sagt Hirschi. "Ein Aussenseiter wird sich nicht durchsetzen", legt er sich fest.

Mit Mathias Frank (AG2R-La Mondiale), Danilo Wyss (Dimension Data), Patrick Müller (Vital Concept), Steve Morabito und Kilian Frankiny (Groupama-FDJ) sind fünf weitere Schweizer als Starter gemeldet.

(sda)

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