Der Spanier Ricky Rubio war der MVP des Finals und des ganzen WM-Turniers
Sport
International|15.09.2019

Spanien zum zweiten Mal nach 2006 Weltmeister

ZÜRICH - Die Basketballer aus Spanien sind zum zweiten Mal nach 2006 Weltmeister. Die Iberer lassen im WM-Final in Peking Argentinien nie ins Spiel kommen und triumphieren höchst souverän (95:75).

Der Spanier Ricky Rubio war der MVP des Finals und des ganzen WM-Turniers

ZÜRICH - Die Basketballer aus Spanien sind zum zweiten Mal nach 2006 Weltmeister. Die Iberer lassen im WM-Final in Peking Argentinien nie ins Spiel kommen und triumphieren höchst souverän (95:75).

7:0 nach zwei und 14:2 nach nur drei gespielten Minuten hiess es in Peking zugunsten der Spanier, die während der ganzen Partie nie in Rückstand gerieten. Zwar kamen die Argentinier im ersten Viertel nochmals bis auf einen Punkt heran (13:14), doch der je dreifache Europameister und Olympia-Medaillengewinner antwortete umgehend mit einem 17:1-Zwischenspurt.

Die Südamerikaner spielten ausgerechnet im Endspiel nicht mehr mit der unglaublichen Intensität, welche sie bei den überraschend deutlichen Triumphen im Halbfinal (80:66 gegen Frankreich) und Viertelfinal (97:87 gegen Serbien) vor allem in der Defensive ausgezeichnet hatte. Gerade auch der gegen die Franzosen überragend spielende Altmeister Luis Scola zeigte über weite Strecken eine bescheidene Performance. Erst im letzten Viertel traf der 39-jährige Olympiasieger von 2004 seinen einzigen von zehn Würfen aus dem Spiel heraus. Letztlich kam Scola auf nur acht Punkte. Einzig Gabriel Deck (24 Punkte) erreichte von den argentinischen Stars das erhoffte Niveau.

Ganz anders die Spanier, welche in ihren Aktionen viel zwingender waren. Beflügelt vom idealen Spielauftakt zeigten sie sich offensiv wie defensiv dominant, zeitweise gelang ihnen (fast) alles. Zu Mitte des dritten Viertels führte das Team des italienischen Trainers Sergio Scariolo, dem Assistenztrainer von NBA-Champion Toronto Raptors, vorentscheidend mit 55:33.

Rubio der MVP des Finals und des Turniers

Topskorer bei den sehr ausgeglichen besetzten Spaniern, bei denen gleich sechs Spieler zweistellig punkteten, war Ricky Rubio mit 20 Punkten. Der 28-jährige Point Guard, der letzte Saison für die Utah Jazz spielte und Anfang Juli bei den Phoenix Suns einen Dreijahresvertrag über 51 Millionen Dollar unterschrieb, wurde zum MVP des Finals und des ganzen Turniers gewählt. Als "unfassbar" betitelte Rubio den Titelgewinn. "Davon haben wir geträumt. Es gibt keine Worte, um zu beschreiben, wie wir uns fühlen."

Marc Gasol brillierte im Final nicht nur durch seine Skorer-Qualitäten (14 Punkte), sondern auch durch seine Übersicht (7 Assists) und physische Präsenz (7 Rebounds). Der 34-jährige Center von den Toronto Raptors war - wie sonst einzig noch der gleichaltrige Team-Captain Rudy Fernandez - schon bei der WM-Finalgala 2006 in Tokio (gegen Griechenland) dabei gewesen. Gasol ist zudem erst der zweite Spieler nach dem US-Amerikaner Lamar Odom (2010), der im gleichen Jahr den NBA-Titel und danach auch WM-Gold gewann.

Wieder Bronze für Frankreich

WM-Bronze ging wie 2014 an Frankreich, das im Spiel um Platz 3 die Australier nach anfänglich grossem Rückstand mit 67:59 bezwang. Nicht in die Top 4 schafften es überraschend Serbien (5. Platz) und der Titelverteidiger USA (7.), die vor dem Turnier als die Topfavoriten gegolten hatten. Für die Amerikaner war es gar die schlechteste WM-Klassierung der Geschichte.

Die nächste Basketball-WM findet 2023 in Indonesien, Japan und den Philippinen statt.

(sda)

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