Roger Federer erwischte nicht seinen besten Tag und verlor gegen Andrej Rublew klar in zwei Sätzen
Sport
International|15.08.2019

Auch Federer beisst sich an Rublew die Zähne aus

TENNIS - Roger Federer scheitert am Masters-1000-Turnier in Cincinnati überraschend in den Achtelfinals. Der Vorjahresfinalist und siebenfache Turniersieger verliert gegen den Russen Andrej Rublew 3:6, 4:6.

Roger Federer erwischte nicht seinen besten Tag und verlor gegen Andrej Rublew klar in zwei Sätzen

TENNIS - Roger Federer scheitert am Masters-1000-Turnier in Cincinnati überraschend in den Achtelfinals. Der Vorjahresfinalist und siebenfache Turniersieger verliert gegen den Russen Andrej Rublew 3:6, 4:6.

Nach gut einer Stunde verwertete Rublew den ersten Matchball zum verdienten Sieg im ersten Duell mit dem 38-jährige Baselbieter, der nicht seinen besten Tag erwischte. Während der 21-Jährige aus Moskau und Nummer 7 der Welt gross aufspielte, unterliefen dem Schweizer auf der Vor- und der Rückhand ungewohnt viele Fehler, am Netz spielte der Weltranglisten-Dritte auf der sehr schnellen Unterlage für seine Verhältnisse miserabel; auch beim Service harzte es.

Letztmals hatte Federer im Frühjahr 2018 in Miami mit Thanasi Kokkinakis gegen einen im Ranking so tief klassierten Gegner verloren. In Cincinnati war er letztmals vor elf Jahren so früh im Turnier gescheitert, zudem endete für den Schweizer eine Serie von sehr erfolgreichen Monaten. Nur am Australian Open in Melbourne zum Auftakt der Saison hatte Federer die Runde der letzten 16 nicht überstanden.

Das Unheil hatte sich für Federer früh angekündigt. Dem Baselbieter widerfuhr zu Beginn eine Seltenheit, verlor er doch gleich seine ersten beiden Aufschlagspiele. Das erste Break vermochte er noch zu korrigieren, das zweite nicht mehr. Nach knapp einer halben Stunde verwertete Rublew mit einem Ass den ersten Satzball. Auch im zweiten Durchgang war der Aussenseiter der bessere Spieler, das entscheidende Break gelang ihm zum 4:3.

Der Exploit des Russen kam überraschend. Rublew hatte mit Ausnahme des Challenger-Turniers in Indian Wells und dem Turnier in Hamburg, wo er jeweils den Final erreichte, noch nicht viel Zählbares in diesem Jahr erreicht. In Cincinnati deutete der 21-Jährige aus Moskau allerdings an, warum ihm Ähnliches zugetraut wird, wie seinen Landsleuten Daniil Medwedew und Karen Chatschanow, die mittlerweile in den Top Ten sind.

Er schlug in der Qualifikation Bernard Tomic und Michail Kukuschkin, ehe er im Haupttableau Nikolos Basilaschwili und Stan Wawrinka bezwang. Und gegen Federer steigerte sich der Rotschopf noch einmal. Er schlug stark auf und diktierte von der Grundlinie die Mehrzahl der Ballwechsel. Und mit der Führung im Rücken trat der Russe sehr selbstbewusst auf und schlug Winner um Winner.

In den Viertelfinals kommt es nun zu einem russischen Duell zwischen Rublew und Daniil Medwedew. Der zwei Jahre ältere Medwedew zeigte sich bislang in Nordamerika in beeindruckender Form. In Washington und Montreal erreichte er jeweils den Final, verlor diese aber gegen Nick Kyrgios und Rafael Nadal. In Cincinnati ist die Nummer 8 der Welt noch ohne Satzverlust.

(sda)

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