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Kreml-Kritiker Alexej Nawalny brach auf einem russischen Inlandsflug zusammen. Nach der Notlandung in Omsk wurde er in die «Städtische Klinik No. 1.» gebracht. (Videostill: ZVG)
GIS-Kommentar
International|20.10.2020

Innerhalb des politischen Labyrinths Russlands: Putin, Nawalny und ... jemand anderes

 «Viele politische Experten sind zu dem Schluss gekommen, dass der russische Präsident Wladimir Putin hinter dem Attentat vom August auf den bekannten Oppositionsaktivisten Alexej Nawalny steckt. Die unterschiedlichen Reaktionen aus dem Kreml scheinen jedoch darauf hinzudeuten, dass das Attentat nicht vom Präsidialamt oder zumindest nicht direkt beauftragt wurde»: Ein Gastkommentar von Svyatoslav Kaspe.

Kreml-Kritiker Alexej Nawalny brach auf einem russischen Inlandsflug zusammen. Nach der Notlandung in Omsk wurde er in die «Städtische Klinik No. 1.» gebracht. (Videostill: ZVG)

 «Viele politische Experten sind zu dem Schluss gekommen, dass der russische Präsident Wladimir Putin hinter dem Attentat vom August auf den bekannten Oppositionsaktivisten Alexej Nawalny steckt. Die unterschiedlichen Reaktionen aus dem Kreml scheinen jedoch darauf hinzudeuten, dass das Attentat nicht vom Präsidialamt oder zumindest nicht direkt beauftragt wurde»: Ein Gastkommentar von Svyatoslav Kaspe.

Nach einer glaubwürdigen Erklärung für die Vergiftung des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny zu suchen, bedeutet, ein Labyrinth zu betreten. Man folgt einer Hypothese, nur um sich in einer Sackgasse wiederzufinden, dann muss man zurückgehen und nach einem neuen Weg suchen. Im Zentrum dieses Labyrinths wartet eine «Kreatur». Bis jetzt ist noch nicht klar, welche.

Es gibt eine Sackgasse, in der die Mehrheit der Analytiker gelandet ist. Sie dreht sich um die Idee, dass Russland von einem einheitlichen politischen Regime regiert wird und dass alles im Land auf Befehl von Präsident Wladimir Putin geschieht. Doch es ist ein Kampf von verschiedenen Akteuren.

Putin ist zwar sehr mächtig, aber nur der erste unter Gleichen (primus inter pares). Machtkämpfe finden meist ausserhalb des Rampenlichts statt, weshalb viele glauben, dass der Kreml alle Fäden in der Hand hat.

Zu glauben, dass Putin hinter dem Attentat stand, bedeutet auch, Folgendes zu akzeptieren. 

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    (red)

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