Uno-Generalsekretär Antonio Guterres fordert zur Eröffnung der Uno-Klimakonferenz in Madrid mehr Tempo im Kampf gegen die Klimakrise.
Politik
International|02.12.2019

Guterres mahnt die Welt: "Krieg gegen die Natur" beenden

MADRID - Zum Start der Uno-Klimakonferenz hat Uno-Generalsekretär Antonio Guterres die Staaten eindringlich aufgefordert, im Kampf gegen die Klimakrise Tempo zu machen. "Wenn wir nicht schnell unseren Lebensstil ändern, gefährden wir das Leben an sich", sagte er in Madrid.

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres fordert zur Eröffnung der Uno-Klimakonferenz in Madrid mehr Tempo im Kampf gegen die Klimakrise.

MADRID - Zum Start der Uno-Klimakonferenz hat Uno-Generalsekretär Antonio Guterres die Staaten eindringlich aufgefordert, im Kampf gegen die Klimakrise Tempo zu machen. "Wenn wir nicht schnell unseren Lebensstil ändern, gefährden wir das Leben an sich", sagte er in Madrid.

"Die Entscheidungen, die wir hier treffen, werden letztlich darüber bestimmen, ob wir einen Weg der Hoffnung gehen oder einen Weg der Kapitulation", ergänzte er am Montag zur Eröffnung der zweiwöchigen Konferenz, an der Delegationen aus knapp 200 Ländern teilnehmen.

Die Wissenschaft zeige, dass die Erderwärmung und ihre dramatischen Folgen schneller voranschritten als erwartet. Millionen junge Menschen weltweit verlangten entschlossene Massnahmen im Kampf gegen den Klimanotfall. "Wir müssen endlich zeigen, dass wir es ernst meinen damit, den Krieg gegen die Natur zu beenden."

Zurzeit zerstöre die Menschheit wissentlich die Ökosysteme, die sie am Leben erhalten, beklagte Guterres. Insbesondere fossile Brennstoffe wie Kohle Gas und Öl mussten da bleiben, wo sie sind: im Boden. "Entweder wir stoppen unsere Sucht nach Kohle, oder alle unsere Anstrengungen sind umsonst."

Vor allem die Länder mit dem grössten Treibhausgas-Ausstoss müssten mehr tun. "Was mich frustriert, (...) ist das langsame Tempo des Wandels, vor allem, weil wir die Technologien und Werkzeuge, die wir brauchen, schon haben", sagte Guterres.

Er beklagte, dass der Ausstoss klimaschädlicher Treibhausgase trotz gegenteiliger Versprechen während der vergangenen zehn Jahre jährlich im Schnitt um 1,5 Prozent gestiegen sei. Um das Ziel zu erreichen, die Erwärmung der Erde langfristig auf 1,5 Grad zu begrenzen, müssten die Emissionen bis 2030 um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 sinken. Das bedeute ein Minus von mehr als sieben Prozent jährlich. Insbesondere die Industriestaaten der G20 müssten mehr dafür tun.

(sda / dpa)

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