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Der australische Premierminister Scott Morrison hat die Einrichtung einer Sondereinheit gegen ausländische Einmischung in innere Angelegenheiten seines Landes angekündigt. (Archiv)
Politik
International|02.12.2019

Australien richtet Sondereinheit gegen Einmischung aus Ausland ein

CANBERRA - Um gegen ausländische Einmischung in innere Angelegenheiten vorzugehen, richtet Australien eine Sondereinheit unter Führung des Inlandsgeheimdienstes ein. Dafür wird die Regierung rund 88 Millionen australische Dollar (knapp 60 Mio. Franken) ausgeben.

Der australische Premierminister Scott Morrison hat die Einrichtung einer Sondereinheit gegen ausländische Einmischung in innere Angelegenheiten seines Landes angekündigt. (Archiv)

CANBERRA - Um gegen ausländische Einmischung in innere Angelegenheiten vorzugehen, richtet Australien eine Sondereinheit unter Führung des Inlandsgeheimdienstes ein. Dafür wird die Regierung rund 88 Millionen australische Dollar (knapp 60 Mio. Franken) ausgeben.

Das teilte Premierminister Scott Morrison am Montag mit. "Diese Sondereinheit soll ausländische Einmischung identifizieren, stoppen und strafrechtlich verfolgen", sagte er vor Journalisten in Canberra am Montag.

Der australische Inlandsgeheimdienst prüft derzeit Vorwürfe gegen China, nach denen das sozialistische Land versucht haben soll, einen Agenten ins australische Parlament zu schleusen. Ein mutmasslicher chinesischer Spionagering habe dem verschuldeten Mann umgerechnet rund 678'000 Franken geboten, damit er bei der Wahl im Mai für die regierende Liberale Partei kandidiert. Doch stattdessen habe der Mann den australischen Geheimdienst informiert.

Der 32-Jährige wurde im März unter bisher ungeklärten Umständen tot in einem Hotelzimmer in Melbourne gefunden. Der Sitz ging an die liberale Kandidatin Gladys Liu. Ermittler prüfen derzeit mögliche Verbindungen der Politikerin zu der Kommunistischen Partei Chinas.

Örtliche Medien hatten im November auch über einen ehemaligen chinesischen Spion berichtet, der Informationen an den australischen Inlandsgeheimdienst weitergegeben hatte. Dabei ging es unter anderem um chinesische Versuche, die Demokratiebewegung in Hongkong zu untergraben und Einfluss auf die politischen Systeme in Taiwan und Australien zu nehmen.

(sda / dpa)

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