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Im Iran wurden laut Angaben der australischen Regierung drei Australier festgenommen. (Symbolbild)
Politik
International|11.09.2019

Drei Australier im Iran festgenommen

CANBERRA/TEHERAN - Im Iran sind drei Australier verhaftet und ins Gefängnis gebracht worden. Das australische Aussenministerium bestätigte am Mittwoch, dass die Familien der beiden Frauen und des Mannes konsularisch betreut würden.

Im Iran wurden laut Angaben der australischen Regierung drei Australier festgenommen. (Symbolbild)

CANBERRA/TEHERAN - Im Iran sind drei Australier verhaftet und ins Gefängnis gebracht worden. Das australische Aussenministerium bestätigte am Mittwoch, dass die Familien der beiden Frauen und des Mannes konsularisch betreut würden.

Weitere Auskünfte wollte das Ministerium nicht geben. Zugleich verschärfte es seine Reisehinweise. Dort heisst es nun: "Es besteht das Risiko, dass Ausländer - auch Australier - im Iran willkürlich festgehalten oder verhaftet werden."

Nach australischen Medienberichten werden die drei im Iran bereits seit mehreren Monaten festgehalten. Dem Fernsehsender ABC zufolge ist eine Universitätsdozentin, die auch die britische Staatsbürgerschaft besitzt, seit fast einem Jahr im Gefängnis. Nach Informationen der britischen Tageszeitung "The Times" wurde sie zu zehn Jahren Haft verurteilt. Was genau ihr vorgeworfen wird, ist unklar.

Die beiden anderen - eine weitere Frau mit britischem und australischem Pass sowie ihr australischer Freund - sollen festgenommen worden sein, weil sie sich in einem militärischen Sperrbezirk aufhielten. Die beiden Frauen sollen im berüchtigten Ecin-Gefängnis von Teheran sein. Wo der Mann inhaftiert ist, blieb offen. Meist lauten die Vorwürfe in solchen Fällen auf Spionage oder Gefährdung der nationalen Sicherheit.

Australien unterstützt Marinemission

Die australische Regierung hatte erst diese Woche ihre Reisehinweise für den Iran verschärft. Reisende wurden aufgerufen, ihre Reisepläne zu "überdenken" und nicht in die Grenzgebiete zum Irak und zu Afghanistan zu reisen. In den vergangenen Jahren waren mehrere Iraner, die auch den Pass eines westlichen Landes haben, bei Reisen in ihr Herkunftsland festgenommen worden. Mehrere von ihnen verbüssen Haftstrafen wegen des Vorwurfs der "Spionage".

Australien beteiligt sich an der US-geführten Marinemission zum Schutz der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman. Premierminister Scott Morrison hatte im August angekündigt, eine Fregatte, ein Aufklärungsflugzeug sowie Militärangehörige zur Unterstützung der Mission zur Verfügung zu stellen.

Der Iran hatte zuletzt wiederholt Tanker in der Strasse von Hormus festgesetzt. Zudem wurden in der Region mehrere Tanker angegriffen, wofür Washington ebenfalls Teheran verantwortlich machte. Die Spannungen entwickelten sich im Zusammenhang mit dem Streit um das Atomabkommen mit dem Iran, aus dem die USA im Mai 2018 ausgestiegen sind.

(sda / dpa / afp)

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