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Massentourismus nicht willkommen: Die Botschaft an einer Hauswand in der Innenstadt von Palma de Mallorca spricht eine deutliche Sprache (Aufnahme vom April 2016).
Politik
International|11.06.2019

Bewohner von Mallorca fordern Einschränkung des Kreuzfahrttourismus

BARCELONA - Nur Tage nach dem Protest in Venedig regt sich auch auf der spanischen Insel Mallorca Widerstand gegen den Kreuzfahrttourismus. Auf der Kampagnen-Website "You Move Europe" forderten rund 20 Verbände die Behörden auf, nur noch ein Kreuzfahrtschiff pro Tag zuzulassen.

Massentourismus nicht willkommen: Die Botschaft an einer Hauswand in der Innenstadt von Palma de Mallorca spricht eine deutliche Sprache (Aufnahme vom April 2016).

BARCELONA - Nur Tage nach dem Protest in Venedig regt sich auch auf der spanischen Insel Mallorca Widerstand gegen den Kreuzfahrttourismus. Auf der Kampagnen-Website "You Move Europe" forderten rund 20 Verbände die Behörden auf, nur noch ein Kreuzfahrtschiff pro Tag zuzulassen.

Ausserdem sollen nur noch 4000 Touristen täglich in der Hauptstadt Palma de Mallorca erlaubt werden, wie es auf der Website am Dienstag weiter hiess.

Örtliche Unternehmensverbände kritisierten den Vorstoss und wiesen auf die positiven Auswirkungen des Kreuzfahrttourismus auf die örtliche Wirtschaft hin.

Derzeit gingen täglich drei oder vier Schiffe vor Anker und brächten 15'000 Menschen in die Stadt, sagte Jaume Garau, Leiter der Umweltplattform Palma XXI, der Nachrichtenagentur AFP.

Wie aus der amtlichen Statistik hervorgeht, ist die Zahl der Kreuzfahrttouristen, die in Palma an Land gehen, zwischen 2009 und 2018 von 545'000 auf 1,19 Millionen gestiegen. Einer Studie der europäischen Organisation Transport & Environment zufolge weist Palma de Mallorca nach Barcelona die höchste durch Kreuzfahrtschiffe verursachte Luftverschmutzung Europas auf.

Als Reaktion auf die Kollision eines Kreuzfahrtriesen mit einem Ausflugsschiff in Venedig hatten dort am Samstag tausende Menschen gegen den Kreuzfahrttourismus demonstriert. Sie forderten, die grossen Schiffe aus der Lagunenstadt in der italienischen Adria zu verbannen.

(sda / afp)

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