Volksblatt Werbung
Vor der ostchinesischen Küstenstadt Qingdao nahmen unter den Augen von Staats- und Parteichef Xi Jinping zahlreiche Kriegsschiffe an der maritimen Waffenschau teil.
Politik
International|23.04.2019

China feiert Marine-Geburtstag mit grosser Schiffsparade

PEKING - China hat mit einer grossen Schiffsparade den 70. Geburtstag seiner Marine gefeiert. Vor der Küstenstadt Qingdao nahmen unter den Augen von Staats- und Parteichef Xi Jinping 32 chinesische Kriegsschiffe und 39 Kampfjets an der maritimen Waffenschau teil.

Vor der ostchinesischen Küstenstadt Qingdao nahmen unter den Augen von Staats- und Parteichef Xi Jinping zahlreiche Kriegsschiffe an der maritimen Waffenschau teil.

PEKING - China hat mit einer grossen Schiffsparade den 70. Geburtstag seiner Marine gefeiert. Vor der Küstenstadt Qingdao nahmen unter den Augen von Staats- und Parteichef Xi Jinping 32 chinesische Kriegsschiffe und 39 Kampfjets an der maritimen Waffenschau teil.

Als Zeichen der rasch voranschreitenden Modernisierung der Marine waren im Staatsfernsehen neben neuen Atom-U-Booten und Zerstören auch der erste Flugzeugträger des Landes, die "Liaoning", bei der Parade in Ostchina zu sehen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete.

Bereits 1998 hatte China den alten Träger aus der Ukraine aus Sowjetbeständen gekauft, umgebaut und 2012 in Dienst gestellt. Der zweite chinesische Träger, der bisher nur als Typ "Typ 001A" bekannt ist, wird derzeit getestet. Ein dritter Flugzeugträger befindet sich in Shanghai im Bau.

Auf dem Weg zu einer internationalen Seemacht ist das nur der Anfang. Träger-Verbände unter chinesischer Flagge sollen in Zukunft rund um den Globus unterwegs sein. Während es Peking in der Vergangenheit vor allem um die Verteidigung in der Region ging, rücken nun die Weltmeere in den Fokus.

Viele Nachbarn Chinas blicken schon heute mit Sorge auf die immer grössere Schlagkraft der chinesischen Marine. Mit Staaten wie Japan, Vietnam und den Philippinen streitet Peking im Ost- und Südchinesischen Meer seit vielen Jahren um Territorien und Inselgruppen.

Trotz dieser Konflikte wies Chinas Präsident Xi Jinping am Dienstag aggressive Absichten seines Landes zurück. Das chinesische Volk sehne sich "nach Frieden und wird unbeirrt auf dem Weg der friedlichen Entwicklung bleiben", sagte Xi Jinping laut Xinhua in einer Rede vor ausländischen Delegationen in Qingdao.

Internationale Zusammenarbeit

Chinas Marine werde die Zusammenarbeit mit anderen Staaten weiter stärken, seine internationale Verantwortung aktiv wahrnehmen und die Sicherheit internationaler Wasserstrassen gewährleisten, sagte Xi Jinping weiter. 18 Schiffe aus 13 Gaststaaten, darunter Russland, Vietnam und Australien, nahmen laut Xinhua an der Parade teil.

Trotz Chinas zunehmender Dominanz in Asien dürfte sich in naher Zukunft an den Kräfteverhältnissen auf den Weltmeeren nicht viel ändern. Während China bald drei Flugzeugträger-Verbände besitzen dürfte, verfügen die USA mit zehn Flugzeugträgern weiterhin über die unangefochten grösste Seemacht der Welt.

(sda / dpa)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
International|vor 1 Stunde
Britische Premierministerin May kündigt Rücktritt an
Volksblatt Werbung