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Regierungschef Walter Kieber war für einen halben Tag als Präsident der KSZE-Gipfelkonferenz in Helsinki am 1. August 1975 ausgelost worden. Neben ihm die liechtensteinische KSZE-Delegation mit Graf A.F. Gerliczy-Burian, Botschaftsrat Graf Mario von Ledebur-Wicheln, Prinz Heinrich von Liechtenstein. (Foto: Landesarchiv)
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Liechtenstein|31.07.2015 (Aktualisiert am 31.07.15 09:09)

Einsatz für Frieden und Sicherheit in Europa

SCHAAN/HELSINKI - Liechtenstein hat 1975, vor 40 Jahren, die Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) unterzeichnet. Auch nach der Umwandlung in Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) leistete Liechtenstein seinen Beitrag für die Sicherung von Frieden und Sicherheit in Europa.

Regierungschef Walter Kieber war für einen halben Tag als Präsident der KSZE-Gipfelkonferenz in Helsinki am 1. August 1975 ausgelost worden. Neben ihm die liechtensteinische KSZE-Delegation mit Graf A.F. Gerliczy-Burian, Botschaftsrat Graf Mario von Ledebur-Wicheln, Prinz Heinrich von Liechtenstein. (Foto: Landesarchiv)

SCHAAN/HELSINKI - Liechtenstein hat 1975, vor 40 Jahren, die Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) unterzeichnet. Auch nach der Umwandlung in Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) leistete Liechtenstein seinen Beitrag für die Sicherung von Frieden und Sicherheit in Europa.

Die Aussenminister der vier deutschsprachigen Länder – Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein – hatten ein Hauptthema bei ihrem traditionellen Vierer-Treffen im vergangenen Herbst in Berlin: Den Konflikt in der Ukraine, der das ganze Jahr 2014 schon die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beschäftigt hatte. Vierzig Jahre nach der Unterzeichnung der Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Helsinki, die ein friedliches Nebeneinander und Miteinander der europäischen Länder propagierte, muss man ernüchternd zur Kenntnis nehmen, sind Konflikte und sogar bewaffnete Auseinandersetzungen in Europa immer noch möglich. Dennoch sind Erfolge der OSZE in den vergangenen vier Jahrzehnten nicht von der Hand zu weisen. «Die OSZE spielt eine zentrale Rolle im Umgang mit der Ukraine-Krise und ist Europas wichtigstes Forum für Sicherheit und Stabilität», ist Liechtensteins Aussenministerin Aurelia Frick überzeugt.

Souveräne Gleichheit der Staaten
Für Staaten wie Liechtenstein, die keinen Sicherheitsbündnissen angehören, biete die OSZE den direkten Zugang zum Sicherheitsdialog auf der Basis der souveränen Gleichheit der Staaten. Die Stichworte Souveränität und Gleichberechtigung standen auch 1975 im Mittelpunkt der Überlegungen, ob Liechtenstein am KSZE-Prozess teilnehmen sollte. Der damalige Regierungschef und Aussenminister Walter Kieber nahm deshalb am KSZE-Gipfel in Helsinki teil und setzte die Unterschrift Liechtensteins unter die Schlussakte der Konferenz, die heute als Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa aktiv ist.

Grenzen sind fliessender geworden

Vieles hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten auf der europäischen Landkarte verändert. Standen sich 1975 noch zwei festgefügte Blöcke mit unterschiedlichen Politik-, Wirtschafts- und Gesellschaftsformen gegenüber, sind die Grenzen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und des Ostblocks fliessender geworden. Dennoch, so scheint es, sind die alten Denkmuster mit dem Hegemonialstreben der ehemaligen Sowjetunion noch nicht verschwunden.

OSZE übernimmt heute mehr Aufgaben als früher
Der Aufgabenbereich der OSZE hat sich unabhängig davon in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet. Allein schon die Beteiligung Liechtensteins an verschiedenen Projekten lässt dies erahnen. Liechtenstein unterstützte ein Projekt zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen im Kaukasus, das Projekt «Women´s leadership, lobbying and network building» in Kirgisistan sowie diverse Projekte zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung.

Premiere für Liechtenstein

Liechtenstein leistet also seinen Beitrag zur Fortsetzung der KSZE-Akte von 1975, die damals eine besondere Bedeutung für Liechtenstein hatte: Erstmals konnte unser Land an einer internationalen Konferenz als gleichberechtigter Partner teilnehmen, was nicht zuletzt wegweisend war für die Aufnahme in den Europarat und in die UNO sowie für den Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum.

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Regie­rungs­chef Walter Kieber war für einen halben Tag als Präsident der KSZE-Gipfelkonferenz in Helsinki am 1. August 1975 ausgelost worden. Neben ihm die liechten­steinische KSZE-D...
(red/gm)

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