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Mittels Infrarot-Suchgeräten werden Rehkitze aufgespürt und vor dem Mähtod gerettet. (Foto: ZVG)
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Liechtenstein|16.05.2014

Rehkitzschutz ist Liechtensteiner Bauern ein grosses Anliegen

MAUREN - In dieser Jahreszeit bringen die Rehe ihre Jungen im hohen Gras zur Welt um sich vor natürlichen Feinden zu schützen. Wenn ein Rehkitz Gefahr wittert, duckt es sich tief ins Gras und ist somit bei der Mahd für die Landwirte zu spät sichtbar.

Mittels Infrarot-Suchgeräten werden Rehkitze aufgespürt und vor dem Mähtod gerettet. (Foto: ZVG)

MAUREN - In dieser Jahreszeit bringen die Rehe ihre Jungen im hohen Gras zur Welt um sich vor natürlichen Feinden zu schützen. Wenn ein Rehkitz Gefahr wittert, duckt es sich tief ins Gras und ist somit bei der Mahd für die Landwirte zu spät sichtbar.

Jedes Jahr werden Rehkitze und andere Kleintiere durch die Messer der Mähmaschinen getötet oder schwer verletzt. Die Rehkitze haben noch keinen Fluchtinstinkt. Die Jungtiere suchen sich nach der Geburt im Mai einen Liegeplatz im hohen Gras, wo sie gut getarnt durch ihr Fleckenfell bei Gefahr regungslos verharren und von den Mähwerken erfasst werden. Die Liechtensteiner Landwirte setzten sich für den Rehkitzschutz ein und möchten die Tiere mit relativ einfachen Methoden vor unnötigem Leid oder Tod bewahren. Dazu hat die Liechtensteiner Jägerschaft ein Infrarot-Suchgeräte gekauft. Die suchende Person schreitet die Wiese in regelmässigen Linien ab. Entdeckt das Gerät eine Wärmequelle, ertönt ein Warnton und das Rehkitz kann entfernt werden. Diese Technik wird bereits seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt und hat bereits einiges an Tierleid verhindert. Entscheidend ist, dass die Landwirte den örtlichen Jäger oder Jagdaufseher vor dem Mähen frühzeitig informieren. Deshalb ersucht die VBO alle Landwirte um Mitarbeit beim Schutz der Rehkitze. Vor der Mahd von Feldern, in denen bekanntlich immer Rehkitze liegen, ist der zuständige Jagdaufseher spätestens einen Tag vor der Mahd zu kontaktieren. Er wird die Wiese mit dem Infrarotgerät absuchen und die Rehkitze aufspüren und entfernen. Die kritische Phase dauert voraussichtlich bis Ende Juni 2014.

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Mittels Infrarot-Such­geräten werden Rehkitze auf­gespürt und vor dem Mähtod geret­tet. (Foto: ZVG)
(lk)

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