Unser Foto zeigt den Generalsekretär der Alpenkonvention, Marco Onida (links), und das Mitglied der WNO-Vorbereitungskommission, Oliver Graf von Wurmbrand-Stuppach (rechts). (Foto: ZVG)
Politik
Liechtenstein|24.06.2013 (Aktualisiert am 24.06.13 16:53)

„Alpen sind europäisches Frühwarnsystem“

INNSBRUCK - Die Alpenkonvention und die Weltnaturorganisation (WNO) haben am Montag in Innsbruck mit der Unterzeichnung eines Übereinkommens den Grundstein für eine künftige Zusammenarbeit gelegt. Demnach sollen sich die beiden Organisationen in ihrer Arbeit ergänzen.

Unser Foto zeigt den Generalsekretär der Alpenkonvention, Marco Onida (links), und das Mitglied der WNO-Vorbereitungskommission, Oliver Graf von Wurmbrand-Stuppach (rechts). (Foto: ZVG)

INNSBRUCK - Die Alpenkonvention und die Weltnaturorganisation (WNO) haben am Montag in Innsbruck mit der Unterzeichnung eines Übereinkommens den Grundstein für eine künftige Zusammenarbeit gelegt. Demnach sollen sich die beiden Organisationen in ihrer Arbeit ergänzen.

Vertreter der Vorbereitungskommission der Weltnaturorganisation und der Generalsekretär der Alpenkonvention, Marco Onida, haben am Montag in Innsbruck ein Übereinkommen unterzeichnet. Demnach werden die beiden Organisationen in Zukunft eng zusammenarbeiten. „Es ist entscheidend, bei Themen wie Klimaschutz und Luftverschmutzung auf einer globalen Ebene zu handeln – in Übereinstimmung mit den Vereinbarungen, die während der Konferenz Rio+20 getroffen wurden“, erklärte Generalsekretär Marco Onida.

 

Die Weltnaturorganisation soll als erste zwischenstaatliche Umweltschutzorganisation gegründet werden, die global agiert. Dutzende Staaten wollen im Rahmen der Organisation den Kampf gegen die globale Erwärmung aufnehmen. Die künftige Organisation solle international schlagkräftige und effektive Strukturen für den Umweltschutz schaffen und dafür auch eng mit anderen Organisationen zusammenarbeiten.

 

„Die Alpenkonvention ist ein weltweit einmaliges Abkommen zum grenzüberschreitenden Umweltschutz“, erklärte Oliver Graf von Wurmbrand-Stuppach, Mitglied der Vorbereitungskommssion der Weltnaturorganisation (WNO). Die Zusammenarbeit sei ein wichtiger Schritt für beide Organisationen. „Im gesamten Alpenraum wirken sich Veränderungen des Klimas besonders deutlich aus. Für den Klimaschutz sind sie deshalb wie ein europäisches Frühwarnsystem, denn Alpen zeigen uns schon heute, worauf sich der Rest des Globus einzustellen hat“, so von Wurmbrand-Stuppach.

Bedeutende Zusammenarbeit

Generalsekretär Marco Onida bezeichnete das Übereinkommen als äusserst bedeutend für die zukünftige Zusammenarbeit – gerade um die Synergien effektiv zu nutzen. „Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung der WNO und darauf, künftig unsere Ziele und unsere Arbeit mit der WNO zu teilen“, sagte Marco Onida anlässlich der Unterzeichnung. Die Arbeit der beiden Organisationen werde sich in Zukunft ergänzen. Denn auch lokal begrenzte Umweltprobleme treten in Wechselwirkung mit globalen Gefährdungen auf und bedrohen so die natürlichen Lebensgrundlagen.

 

Die Universität der Vereinten Nationen (UNU) geht davon aus, dass es aufgrund von Dürren oder Flutkatastrophen zu Flüchtlingsströmen mit weltweit mehr als 50 Millionen Umweltflüchtlingen kommen wird. Die Weltnaturorganisation unterstützt ihre Mitgliedsstaaten daher, den Übergang zur ressourcenschonenden Produktion und Lebensweise drastisch zu beschleunigen. Nicht nur das Klima und die Luftverschmutzung stehen dabei im Mittelpunkt. Die Belastung der Weltmeere und ihrer Ökosysteme hat ebenfalls besorgniserregende Ausmasse angenommen.

Unterstützung aus Liechtenstein

Der WNO Förderverein Liechtenstein e.V. in Balzers war einer der ersten Vereine, der die weltweite Initiative förderte. „Wir unterstützen den Aufbau der Organisation, die Ziele des Dachverbandes und dessen Projekte im Ausland, wir wollen aber auch ganz konkret Projekte im Land fördern und unterstützen”, erklärte Oliver Graf von Wurmbrand-Stuppach. Dafür hoffe er, dass der noch junge Förderverein in Liechtenstein weiterhin tatkräftig unterstützt werde und dass auch der Verein künftig in Liechtenstein vermehrt Kooperationen eingehen kann.

(red/pd)

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