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Sigi Langenbahn, Geschäftsführer des LANV. (Foto: Nils Vollmar)
Wirtschaft
Liechtenstein|14.09.2017 (Aktualisiert am 14.09.17 11:20)

LANV fordert mehr Lohn

TRIESEN - Die Gewerkschaft LANV fordert für 2018 je nach Branche zwischen 1.0 Prozent und 2.0 Prozent mehr Lohn. Von generellen Lohnanpassungen mit Sockelbeträgen sollen insbesondere untere und mittlere Einkommen profitieren, so die Gewerkschaft.

Sigi Langenbahn, Geschäftsführer des LANV. (Foto: Nils Vollmar)

TRIESEN - Die Gewerkschaft LANV fordert für 2018 je nach Branche zwischen 1.0 Prozent und 2.0 Prozent mehr Lohn. Von generellen Lohnanpassungen mit Sockelbeträgen sollen insbesondere untere und mittlere Einkommen profitieren, so die Gewerkschaft.

Sockelbeträge verlangsamen auch das Öffnen der Lohnschere, betont der LANV. Nicht zuletzt mangele es bei individuellen Lohnerhöhungen oft an Transparenz und Objektivität. Bei den Mindestlöhnen darf die unterste Lohnstufe 3250 Franken bei 13 Monatslöhnen nicht mehr unterschreiten. Wie schon in den vergangenen Jahren erwartet der LANV weitere Fortschritte bei den Ferien für ältere Arbeitnehmende, bis das erklärte Ziel: fünf Wochen Ferien ab dem 50. Altersjahr in allen Branchen erreicht ist.

 

Florierende Wirtschaft

Die Wirtschaft in Liechtenstein brummt, betont der LANV in seiner Aussendung. Steigende Exporte, gute und weiter wachsende Auftragslagen, positive Stimmung, so sehen 98 Prozent der befragten Unternehmen die Geschäftslage als positiv oder zumindest befriedigend. Das AMS meldet so viele offene Stellen wie nie, was aber auch auf den steigenden Fachkräftemangel zurückzuführen ist. Exportindustrie, Handel und Tourismus profitieren vom erstarkten Euro und stabilem Kurs bei knapp unter 1.15 Franken. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Konjunkturlage in nächster Zukunft weiter verbessern wird.

 

Teuerung und Sozialversicherungen drücken auf Geldbeutel

Nach stagnierenden Jahren hätten sich die Konsumentenpreise wieder erhöht, bis Ende Jahr wird eine Teuerungsrate von 0.5 Prozent prognostiziert. Aber insbesondere die steigenden Gesundheitskosten und die Anpassungen der Pensionskassen werde die Geldbeutel ab 2018 enorm belasten. Nach Jahren der Sparmassnahmen, Prämienerhöhungen und wachsendem Druck am Arbeitsplatz sei generelle Reallohnerhöhungen notwendig, argumentiert die Gewerkschaft.

 

(pd/red)

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