Seit gut einer Woche rollt nun auch in Liechtenstein die Kugel. (Fotos: Nils Vollmar)
Wirtschaft
Liechtenstein|19.08.2017

«Es kristallisieren sich langsam schon erste Stammgäste heraus»

RUGGELL - Ihr Glück versuchten bereits einige Gäste im kürzlich eröffneten Casino Admiral im Kokon. Das «Volksblatt» hat sich mit Gaming Manager Reinhard Fischer über den Umgang mit potenziellen Spielsüchtigen unterhalten und warum es immer noch attraktiv ist, ein Casino zu eröffnen.

Seit gut einer Woche rollt nun auch in Liechtenstein die Kugel. (Fotos: Nils Vollmar)

RUGGELL - Ihr Glück versuchten bereits einige Gäste im kürzlich eröffneten Casino Admiral im Kokon. Das «Volksblatt» hat sich mit Gaming Manager Reinhard Fischer über den Umgang mit potenziellen Spielsüchtigen unterhalten und warum es immer noch attraktiv ist, ein Casino zu eröffnen.

«Volksblatt»: Herr Fischer, das Casino Admiral hat bereits vermeldet, dass die Eröffnung in Ruggell sehr erfolgreich verlaufen sei. Wie viele Gäste fanden in den vergangenen Tagen den Weg in die Räumlichkeiten des Kokon?

Reinhard Fischer: Der erste Besucherschwung und die Akzeptanz des Casinos war sehr gut. Aber um genaue Zahlen zu nennen, ist es noch etwas früh. Der erste Tag war sensationell, wir haben nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet. Das war sehr erfreulich.

Wie waren die Rückmeldungen der Gäste?

Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Da wir nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet haben, gab es da und dort natürlich kleinere Probleme. Ich nenne die aber eher «Kinderkrankheiten» zur Eröffnung. Beispielsweise hatte es aufgrund des grossen Ansturms an der Bar zu wenig Getränke, die erst aus dem Lager geholt werden mussten, was zu Verzögerungen geführt hat. Aber solche kleinen Probleme kennt jeder, der mal ein Geschäft oder eine Gastronomie eröffnet hat. Ansonsten läuft bisher alles sehr rund, das Team ist motiviert und die Gäste zufrieden. Es kristallisieren sich auch langsam schon Stammgäste heraus, die uns  regelmässig besuchen.

Da kommt einem aber schnell Spielsucht in den Sinn.

Das Thema nehmen wir sehr ernst. Wir beobachten Gäste, die uns  oft besuchen, sehr genau und versuchen auch, die finanziellen Hintergründe und alles, was im Gesetz vorgesehen ist, aufzuklären. Mit Spielsucht gehen wir sehr sensibel um, wir haben im Sozialkonzept entsprechende Vorgaben. Wir arbeiten dazu auch eng mit der Stiftung Maria Ebene zusammen. Das Sozialkonzept würde eine Beratung mit der Stiftung beinhalten für die Gäste, bei denen wir glauben, dass sie spielsuchtgefährdet sind. Uns steht es aber nicht zu, eine Diagnose zu stellen. Wir sind keine Spezialisten und kennen nur die Merkmale, wie sich Spielsucht zeigt. Unsere Mitarbeiter sind ebenfalls entsprechend sensibilisiert und ausgebildet – ebenso wie wir als Kadermitarbeiter. 

Das vollständige Interview lesen Sie im „Volksblatt“ vom Samstag (19.8.2017).

(df)

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