Mit dem gemeinsamen Namen unterschreiben – Das soll zukünftig auch eingetragenen Partnern möglich sein. Dieser soll aber nicht als «Familienname» bezeichnet werden. (Foto: Shutterstock)
Politik
Liechtenstein|10.07.2016 (Aktualisiert am 10.07.16 13:59)

Kein «Familienname» für eingetragene Paare

VADUZ - Eingetragene Partner sollen künftig einen gemeinsamen Namen tragen – Jedoch keinen «Familiennamen» wie Eheleute. Nicht nur der Verein Flay sieht darin eine Diskriminierung.

Mit dem gemeinsamen Namen unterschreiben – Das soll zukünftig auch eingetragenen Partnern möglich sein. Dieser soll aber nicht als «Familienname» bezeichnet werden. (Foto: Shutterstock)

VADUZ - Eingetragene Partner sollen künftig einen gemeinsamen Namen tragen – Jedoch keinen «Familiennamen» wie Eheleute. Nicht nur der Verein Flay sieht darin eine Diskriminierung.

Eingetragene Partner sollen zukünftig auch einen gemeinsamen Nachnamen tragen dürfen. Dies sieht eine Vorlage der Regierung vor, die voraussichtlich im September-Landtag in Zweiter Lesung behandelt wird. Damit soll im Namensrecht eine Gleichstellung zu Eheleuten hergestellt werden – aber nur fast, wie Abgeordnete aller Fraktionen während der Ersten Lesung im März bemängelten. Denn bei Ehepaaren wird der gemeinsame Name als «Familienname» bezeichnet, eingetragene Partner müssen sich mit «Name» begnügen. Obwohl es sich auf den ersten Blick nur um eine reine Begrifflichkeit handle, beginne Diskriminierung eben vor allem bei der Sprache, so die Abgeordneten.

Ungleichbehandlung legitimiert

Die Regierung teilt deren Meinung jedoch nicht. In der am Dienstag verabschiedeten Stellungnahme hält sie an der sprachlichen Trennung fest – sehr zum Bedauern des Vereins Flay. «Ist die unterschiedliche Bezeichnung oder Behandlung gesetzlich festgelegt, ergibt sich dadurch auch die Legitimität für eine Ungleichbehandlung in der Gesellschaft und damit die Basis für Diskriminierung», heisst es auf Anfrage seitens des Vereins.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Samstag (9.7.2016).

(df)

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