Die internationale Wanderausstellung des Vereins «Art and Prison» kann noch bis am 20. September besucht werden. Von links: Rainer Vollkommer (Direktor Liechtensteinisches Landesmuseum), Anette Oberdieck (Stellvertrende Vositzende), Renate Wohlwend (Präsidentin des Stiftungsrates Liechtensteinisches Landesmuseum), Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (Schirmfrau der inernationalen Kunstwettbewerbe), Cornelia Harmel (Quratorin), Marlies Amann-Marxer (Regierungsrätin) und Peter Echtermeyer (Vorsitzender Art and Prison). (Foto: Nils Vollmar)
Vermischtes
Liechtenstein|25.06.2015

Häftlinge aus der ganzen Welt erschufen künstlerische Gemälde

VADUZ - Die Sonderausstellung „Ein halber Quadratmeter Freiheit“ vom Verein „Art and Prison e.V.“ zeigt eindrückliche Gemälde von Gefängnisinsassen aus der ganzen Welt. Bis zum 20. September können Interessierte die Ausstellung im Landesmuseum besuchen.

Die internationale Wanderausstellung des Vereins «Art and Prison» kann noch bis am 20. September besucht werden. Von links: Rainer Vollkommer (Direktor Liechtensteinisches Landesmuseum), Anette Oberdieck (Stellvertrende Vositzende), Renate Wohlwend (Präsidentin des Stiftungsrates Liechtensteinisches Landesmuseum), Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (Schirmfrau der inernationalen Kunstwettbewerbe), Cornelia Harmel (Quratorin), Marlies Amann-Marxer (Regierungsrätin) und Peter Echtermeyer (Vorsitzender Art and Prison). (Foto: Nils Vollmar)

VADUZ - Die Sonderausstellung „Ein halber Quadratmeter Freiheit“ vom Verein „Art and Prison e.V.“ zeigt eindrückliche Gemälde von Gefängnisinsassen aus der ganzen Welt. Bis zum 20. September können Interessierte die Ausstellung im Landesmuseum besuchen.

Die Gemälde der internationalen Wanderausstellung des Vereins „Art and Prison e.V.“ erzählen Geschichten von männlichen, weiblichen und jugendlichen Gefängnisinsassen aus fast 40 Ländern aller Kontinente. Von den knapp 1000 Bildern schafften es 70 ins Liechtensteinische Landesmuseum. Das Patronat dieser Sonderausstellung hat Erbprinzessin Sophie übernommen und war bei der Eröffnung am Mittwochabend ebenfalls anwesend.

„Es gibt keine psychologischen oder moralische Kriterien in der Kunst. Sie basiert allein auf der Freiheit einer Person. Diese müssen die Insassen selbst erschaffen“, so Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker und –kritiker. Die Insassen reflektierten in den Gemälden ihre Straftat,  stellen ihre Selbstwahrnehmung dar und setzten sich mit existenziellen Fragen auseinander. Dabei sehnen sie sich nicht nach Vergeltung sondern um Ausgleich und Versöhnung. Dem Betrachter bieten die Malereien eine ungewöhnliche Perspektive vom Innenleben des Gefängnisses nach aussen. Dabei ist das objektive Leben darin offen dargelegt. Peter Echtermeyer, Vorsitzender des Vereins „Art and Prison“ findet, man solle den Menschen die Welt der Gefangenen näher bringen. Denn sie spiegle auch die soziale Wirklichkeit der jeweiligen Länder wider.


Spirituelle und existenzielle Glaubensfragen


Unterschiedliche Selbstportraits stellen die Emotionen und Hoffnung  in einer existenziellen Extremsituation dar. Dabei scheint die Zeit eine wichtige Rolle zu spielen; tritt sie doch unabhängig der Person in mehreren Malereien auf. Sie stellen dar, wie das Leben vor der Haft war, wie es jetzt ist oder wie es sein könnte mit Visionen und Träume ausserhalb der Mauern. Auffällig sind Motive von Menschen mit Flügel oder Tauben, welche Freiheit symbolisieren. Die Häftlinge beschäftigten sich zudem mit spirituellen und existentiellen Glaubensfragen.


Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Freitag (26.06.2015).

(red)

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