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Liechtenstein|08.10.2008

Robert Blunder gewinnt Schwäbischen Literaturpreis

AUGSBURG - «Der Schwäbische Literaturpreis des Bezirks Schwaben gewinnt auch überregional immer weiter an Bedeutung.» Diesen Schluss zieht die Heimatpflegeabteilung der Verwaltung des bayerischen Bezirks aus der überregionalen Herkunft der von einer Jury ausgewählten Preisträger, die sich mit einem Beitrag zu dem 2007 ausgeschriebenen Thema «In der Stadt» durchgesetzt hatten.
 
So geht der mit 1.500 Euro dotierte erste Preis an den in Kufstein geborenen Robert Blunder, der im Fürstentum Liechtenstein lebt. Der Hochschullehrer für Geistes- und Sozialwissenschaften an der Hochschule Liechtenstein veröffentlichte im Jahr 2000 mit «Falken des Friedens» seinen ersten Roman und erhielt bereits mehrere Literaturstipendien, unter anderem von der Republik Österreich, dem Land Tirol und der Stadt Kufstein. Vom Bezirk Schwaben wird er für seinen Beitrag «Himmel oder Hölle» ausgezeichnet, aus dem er bei der Preisverleihung am Montag, 10. November, 19 Uhr, im Rokokosaal der Regierung von Schwaben vortragen wird.

Auch der zweite Preisträger, Jörg Adam, ist kein unbeschriebenes Blatt mehr. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft der Universität Augsburg erhielt bereits schon im vergangenen Jahr den mit 1.000 Euro dotierten zweiten Preis des Bezirks Schwaben, außerdem wurde er 2005 von der Stadt Augsburg mit dem Kunstförderpreis im Bereich Literatur ausgezeichnet. Sein Beitrag ?Janowski» wird bei der Preisverleihung durch Professor Jürgen Eder vom Germanistischen Institut der Universität Budweis gewürdigt.

Aus Baden-Baden kommt der für seinen Beitrag «Zu Besuch. Ein Protokoll» mit dem dritten Preis und 500 Euro ausgezeichnete Jochen Kittner. Das literarische Werk des 65jährigen Baden-Württembergers umfasst Gedichte, Prosa, Hörspiele, Fernsehspiele und Essays.

Seit einigen Jahren vergibt der Bezirk Schwaben zudem einen Sonderpreis für junge Autoren bis zu 25 Jahren, der in Form einer Einladung zum Schwäbischen Kunstsommer in der Schwabenakademie Irsee vergeben wird. Heuer kann sich die 17jährige Gymnasiastin Mona Chaib aus Bad Saulgau, die bereits mehrere Preise für ihre Arbeiten erhalten hat, über diese Auszeichnung freuen. Sie hatte die Kurzgeschichte «Big Bang Gang» eingereicht. Mit ihr jubelte auch die ganze Schule; so wird auf der Internetseite ihres Gymnasiums ausführlich über den Literaturpreis des Bezirks Schwaben an Mona Chaib berichtet.

114 Teilnehmer aus dem gesamten schwäbischen und alemannischen Kulturraum hatten heuer Beiträge für den Literaturpreis des Bezirks eingereicht. Eine Jury aus Fachleuten wählte letztendlich aus den anonymisierten Einsendungen die vier preisgekrönten Beiträge aus. Diese sowie weitere Einsendungen werden zudem in einer Anthologie erscheinen.

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