Politik
Schweiz|11.05.2009

Aufsicht bescheinigt Schweizer Kernanlagen Sicherheit

BERN - Die Schweizer Kernanlagen werden sicher betrieben. Zu diesem Schluss ist das neue Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) gekommen. Beznau, Leibstadt und Gösgen erhielten die Note "gut", Mühleberg verbesserte sich auf "hoch".

Wie das ENSI an einer Medienkonferenz in Bern versicherte, wurden die Schutzziele bei allen Kernkraftwerken jederzeit eingehalten. Die Menge der an die Umgebung abgegebenen radioaktiven Stoffe blieb 2008 weit unter den behördlichen Grenzwerten und unter der natürlichen Strahlenexposition.

Im letzten Jahr klassierte das ENSI 8 Vorkommnisse (Vorjahr 13) in den Kernkraftwerken: 4 in Beznau, 3 in Gösgen, 1 in Mühleberg, keines in Leibstadt. Alle Ereignisse wurden auf der internationalen Skala INES der Stufe O zugeordnet. Diese Stufe bezeichnet "nicht sicherheitsrelevante Vorkommnisse".

Bei den Gesamtbeurteilungen verwendet das ENSI in absteigender Reihenfolge die Kategorien "hoch", "gut", "ausreichend" und "befriedigend". Leibstadt hat sich von "ausreichend" auf "gut" gesteigert. Mühleberg war 2007 als "gut" klassiert worden und erhielt nun für das letzte Jahr die Qualifikation "hoch".

ENSI-Direktor Ulrich Schmocker ging auf die Risse im Kernmantel des bald 40-jährigen Werkes Mühleberg ein. Die Risse würden seit 1990 überwacht. Bisher sei an keiner Stelle ein wanddurchdringender Riss festgestellt worden. Die Sicherheitsreserven seien gross. Mühleberg könne sicher länger als 40 Jahre betrieben werden.

Das schweizerische Recht bestimmt, dass ein Kernkraftwerk so lange betrieben werden kann, als es sicher ist.

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Kühlturm des AKW Gösgen

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