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Der Künstler Vlado Franjevic. (Foto: Zanghellini)
Kultur
Liechtenstein|17.05.2013 (Aktualisiert am 17.05.13 19:10)

Vlado Franjevic zu seinen "Spiralkanälen"

SCHAAN Der Künstler Vlado Franjevic (49) gräbt spiralförmige Kanäle in die Erdoberfläche. Er ist davon überzeugt, damit Ritualorte zu erschaffen, die positive Energien und Vibrationen aussenden. Nach Aktionen in Liechtenstein, Serbien, und Kroatien will er sein Langzeitprojekt «Spiralkanäle» nun in der Slowakei, in Slowenien und Italien fortsetzen. Im Dezember wird Franjevic im Ruggeller Küefer-Martis-Huus eine Zwischenbilanz ziehen.

Der Künstler Vlado Franjevic. (Foto: Zanghellini)

SCHAAN Der Künstler Vlado Franjevic (49) gräbt spiralförmige Kanäle in die Erdoberfläche. Er ist davon überzeugt, damit Ritualorte zu erschaffen, die positive Energien und Vibrationen aussenden. Nach Aktionen in Liechtenstein, Serbien, und Kroatien will er sein Langzeitprojekt «Spiralkanäle» nun in der Slowakei, in Slowenien und Italien fortsetzen. Im Dezember wird Franjevic im Ruggeller Küefer-Martis-Huus eine Zwischenbilanz ziehen.

«Volksblatt»: Herr Franjevic, worum geht es im Projekt «Spiralkanäle»?
Vlado Franjevic: Es geht in erster Linie darum, Menschen näher zusammenzubringen, um den Versuch, positive Energien zu fördern, um Kommunikation zwischen Kreativen untereinander aber mit Menschen vor Ort. Hier entsteht oft sehr interessante Kommunikation. Die Tätigkeit ist ein Symbol, wir entwickeln quasi neue Ritualorte, wo sich verschiedene Energien durch diese Beiträge bündeln. Es gibt drei Teile. Eine Vorgeschichte, wo ich Beiträge von interessierten Künstlern und Kreativen aus aller Welt in graphischer oder schriftlicher Form sammle, daraus entsteht eine Sammelmappe: Kleinformatige Textilteile, auf welche die Beiträge gedruckt werden und so ausgestellt werden können. Dann reise ich damit in ein Land, jedes Mal findet das jeweilige Teilprojekt in einem anderen Land und unter einem ganz bestimmten Thema statt. Ich grabe dort einen Kanal (50 Zentimeter breit) in unterschiedlicher Tiefe an einem Ort, den ich intuitiv auswähle. Über der Oberfläche des Spiralkanals ist eine Installation mit Holzstäben angebracht. Über dem Nullpunkt des Spiralkanals, also in seiner Mitte befinden sich die längsten Holzstäbe, die tiefsten befinden sich am äusseren Ende der Spirale, wo der Kanal den tiefsten Punkt erreicht. Künstler, die ich spontan vor Ort kennenlerne, schliessen sich an, begehen den Spiralkanal, es entstehen oft auch spontane Aktionen performativer Art, ich bin über Ideen immer sehr glücklich. Die gesammelten und auf Textilteilen ausgedruckten Beiträge aus aller Welt werden in der Nähe, zum Beispiel in einer nahe gelegenen Galerie, manchmal aber auch unmittelbar im Kanal selbst gezeigt.

 

 

Welche Rolle spielen in diesen Momenten die Künstler, die sich durch Einsendungen im Vorfeld  der Aktionen am Projekt beteiligt  haben?
Die teilnehmenden Künstler sind gewissermassen trotz physischer Abwesenheit ideell mit vor Ort. Ich fühle mich umgeben von den positiven Vibrationen dieser Menschen, bin auch nicht mehr allein, es ist ein unsichtbarer Cocon. Die Spiralkanäle bleiben, nachdem ich wieder weg, bin vor Ort und entwickeln unabhängig von mir ein weiteres Eigenleben, das wiederum selbst eine bestimmte Wirkung erzielt.

Das vollständige Interview lesen Sie im „Volksblatt“ vom Freitag (18.5.2013).

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Der Künstler Vlado Franjevic. (Foto: Zanghel­lini)
(sg)

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