Mechaniker Herbert Elkuch bei der Arbeit. Er leitet in Eschen den Betrieb «Elkuch Mechanik» mit vier Angestellten. Dort werden Reparaturen an Maschinen und Werkzeugen durchgeführt. (Foto: M. Zanghellini)
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Liechtenstein|17.02.2013 (Aktualisiert am 17.02.13 13:22)

Politnovize Herbert Elkuch im Porträt

SCHAAN - Fast genau zwei Wochen ist es her, dass «Du – Die Unabhängigen für Liechtenstein» bei der Landtagswahl aus dem Stand vier Landtagsmandate holten. Herbert Elkuch ist einer dieser vier und generierte seither wohl die meiste Aufmerksamkeit – in In- und Ausland. Sein Auftreten ist, wenn auch nicht provokativ, so doch zumindest ungewöhnlich, denn Herbert Elkuch kleidet sich gerne in Frauenkleider. Seine politische Einstellung hingegen ist klar: Ein Bekenntnis für Liechtenstein und seine Bewohner.

Mechaniker Herbert Elkuch bei der Arbeit. Er leitet in Eschen den Betrieb «Elkuch Mechanik» mit vier Angestellten. Dort werden Reparaturen an Maschinen und Werkzeugen durchgeführt. (Foto: M. Zanghellini)

SCHAAN - Fast genau zwei Wochen ist es her, dass «Du – Die Unabhängigen für Liechtenstein» bei der Landtagswahl aus dem Stand vier Landtagsmandate holten. Herbert Elkuch ist einer dieser vier und generierte seither wohl die meiste Aufmerksamkeit – in In- und Ausland. Sein Auftreten ist, wenn auch nicht provokativ, so doch zumindest ungewöhnlich, denn Herbert Elkuch kleidet sich gerne in Frauenkleider. Seine politische Einstellung hingegen ist klar: Ein Bekenntnis für Liechtenstein und seine Bewohner.

Das politische Parkett ist noch Neuland für Landtagskandidat Herbert Elkuch und der Tanz auf ihm gleicht so manches Mal dem auf glattem Eis. Das ist jedoch nicht der Grund, weswegen er seine geliebten hohen Hacken gegen flaches Schuhwerk eintauschen wird: «Ich trenne strikt zwischen Freizeit und Beruf und kleide mich dem Anlass angemessen. Wenn ich zum Beispiel auf eine Beerdigung gehe, dann kleide ich mich ja auch dem Anlass entsprechend, und wenn ich in den Landtag gehe, dann ziehe ich selbstverständlich Hemd und Hose an.»

Tolerantes Liechtenstein

«Aber», und da wird Elkuch kurz etwas nachdenklich, «ich habe ja oft auffallende Kleider an und das hätte ich so kurz vor der Wahl ja auch nicht einfach ändern können. Da habe ich gedacht, dass das die Leute nicht haben wollen und dass das sicher ein ‹Bremser› ist. Jetzt habe ich aber wieder einmal festgestellt, dass das nicht der Fall ist. Bei uns sind die Leute sehr tolerant. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir irgendwo gesagt worden wäre, dass ich zwar willkommen sei, aber nicht mit dieser Kleidung. Das wird einfach akzeptiert.» Er empfinde Frauenkleider einfach als schöner und Röcke bequemer. Das habe rein gar nichts mit einer Veranlagung zu tun, sagt er noch. Punktum, Thema erledigt. Wenn die Aufmerksamkeit auch erst einmal durch Elkuchs Auftreten kommen mag, so könne er diese jedoch benutzen und auf seine politischen Anliegen lenken. Denn so, wie dieser Artikel beginnt, mit der Kleiderfrage nämlich, so verlief bisher auch die Mehrzahl der Berichterstattung in zahlreichen nationalen und internationalen Medien. Ein Grund mehr, den Fokus auf das zu legen, worum es eigentlich geht: die Politik. Denn deswegen ist DU gewählt worden, um etwas zu bewirken im Land: «Die Leute erwarten eine Veränderung und jetzt am Anfang müssen wir die Weichen stellen.»

Politisch interessiert war Herbert Elkuch schon immer, wirklich aktiv aber erst mit DU. «Darum habe ich auch kein Problem, ich bin unabhängig, ich gehöre keiner Partei an und ich wollte auch keinen Sponsor. Dadurch kann ich frei entscheiden», macht Elkuch klar und führt auch den Vorteil seines Alters an. Er sei nun 60 Jahre alt, da habe er sich ohne Bedenken aufstellen lassen können. Im Nachhinein sei es ein Erfolg gewesen, wäre die Wahl aber anders ausgegangen und er ein Jungspund von 30 Jahren, dann wäre wohl etwas haften geblieben.

Klar und verständlich kommunizieren

Könnte man aufgrund seines progressiven Auftretens den Eindruck gewinnen, Herbert Elkuch würde eine ebensolche Politik vertreten, merkt man bereits beim ersten Blick auf seine vor der Wahl verteilten Flyer, dass dem nicht so ist: «Ich bin konservativ, weder links noch rechts. Ich bin ganz klar für mehr Transparenz und Gleichbehandlung», fasst er im Gespräch seine politische Stossrichtung zunächst allgemein zusammen. Wichtig ist ihm eine klare Darstellung der Sachverhalte und zwar in einer veständlichen Sprache, ohne jedes Mal den Duden bemühen zu müssen.

DU organisiert sich


 

DU – die Unabhängigen haben sich in der zu Ende gehenden Woche mehrmals getroffen, um effiziente Strukturen zu schaffen. Wie bereits mitgeteilt wurde, ist Harry Quaderer der Fraktionssprecher von DU im Landtag. DU hat ausserdem einen Verein gegründet und eine Geschäftsstelle geschaffen. In den verschiedenen Sitzungen wurden auch einige Themen erörtert, die fraglos schon bald auf den Landtag zukommen werden. Zu diesen Themen gehören die Schieflage des Staatshaushaltes, die Pensionskasse und die AHV. Neben diesen Finanzthemen beschäftigt sich DU beispielsweise auch mit der geplanten S-Bahn FL-A-CH oder mit der Bildungspolitik. Am Montag, den 18. Februar, um 12.25 Uhr hält DU eine Pressekonferenz im Restaurant Linde in Schaan, um die Öffentlichkeit detaillierter über die Organisation von DU zu informieren.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Wochentag (16.2.2013).

(kid)

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