Kieswerk beim Rheindamm: Der Verlauf einer direkten Strassenverbindung von der Rheinbrücke in Vaduz zum Triesner Industriegebiet wird derzeit untersucht.
Politik
Liechtenstein|25.09.2012 (Aktualisiert am 25.09.12 11:30)

LGU kritisiert Vorgehen des Tiefbauamts

SCHAAN - In einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme kritisiert die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) den Untersuchungsrahmen für die strategische Umweltprüfung (SUP) der geplanten Strassenverbindung zwischen Vaduz und Triesen.

Kieswerk beim Rheindamm: Der Verlauf einer direkten Strassenverbindung von der Rheinbrücke in Vaduz zum Triesner Industriegebiet wird derzeit untersucht.

SCHAAN - In einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme kritisiert die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) den Untersuchungsrahmen für die strategische Umweltprüfung (SUP) der geplanten Strassenverbindung zwischen Vaduz und Triesen.

Das SUP-Verfahren zum Industriezubringer von der Rheinbrücke Vaduz ins Triesner Industriegebiet leide aus der Sicht der LGU an einem "grundlegenden" Mangel, heisst es in der Stellungnahme zuhanden des Tiefbauamts: "Es wird zielorientiert durchgeführt, obwohl das Gesetz über die strategische Umweltpfürung (SUPG) einen ergebnisoffenen Prozess verlangt." Es stehe von vornherein fest, dass ein Strassenneubau das Ziel des Projekts sei - bei einer SUP solle es jedoch gemäss EWR-Richtlinie um eine "transparente Entscheidungsfindung" mit dem Ziel, "vernünftige Alternativen zu prüfen".

Alternativen nicht berücksichtigt

"Das Tiefbauamt geht nun davon aus, dass der Verkehr im gleichen Ausmass wie bisher mit motorisiertem Individualverkehr (MIV) abgewickelt werden wird und leitet daraus die Notwendigkeit des Strassenneubaus ab", kritisiert die LGU - dabei werde ausser Acht gelassen, dass Arbeitswege auch mit anderen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden könnten. Die LGU fordert folglich, in der SUP auch mindestens eine so genannte NullPlus-Variante wie den Bau einer Radbrücke oder die Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs zu prüfen.

Weiter wird festgehalten, dass im Rahmen des Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein eine grenzüberschreitende Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen sei. Notwendig sei aus Sicht der LGU zudem eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse, was auch im Sinne der Wirtschaft sei.

Mögliche Strassenführungen

In den auf der Homepage des Tiefbauamts vorhandenen Dokumenten wird detailliert aufgezeigt, welche Untersuchungsrahmen die SUP haben soll und welche möglichen Strassenführungen für den Industriezubringer vorgesehen sind.

 

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Mittwoch (26.9.2012).

(mh)

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