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Blutdoping ist im Sport eine beliebte Methode zur Steigerung der Leistungsfähigkeit (Symbolbild)
Sport
International|04.03.2019

Österreichs Zeitfahr-Meister gesteht Blutdoping

RAD - Der österreichische Radprofi Georg Preidler zeigt sich im Blutdoping-Skandal bei der Staatsanwaltschaft selbst an. Das sagt der 28-Jährige in Interviews der "Kronen Zeitung" und der "Kleinen Zeitung".

Blutdoping ist im Sport eine beliebte Methode zur Steigerung der Leistungsfähigkeit (Symbolbild)

RAD - Der österreichische Radprofi Georg Preidler zeigt sich im Blutdoping-Skandal bei der Staatsanwaltschaft selbst an. Das sagt der 28-Jährige in Interviews der "Kronen Zeitung" und der "Kleinen Zeitung".

Preidler ist der bereits vierte österreichische Spitzensportler, der im Zusammenhang mit den Ermittlungen um das Netzwerk des Erfurter Sportmediziners Mark S. eine Verwicklung zugegeben hat. "Ich hab‘ ein Doping-Geständnis abgelegt. Ich hab‘ mir Blut abnehmen lassen, es aber nie rückgeführt. Aber alleine der Gedanke und die betrügerische Absicht sind schon ein Delikt", sagte Österreichs aktueller Zeitfahr-Meister.

Bei Groupama-FDJ unter Vertrag

Für ihn seien die letzten Tage ein Alptraum gewesen, meinte Preidler, der momentan bei der französischen World-Tour-Equipe Groupama-FDJ unter Vertrag steht und dort Teamkollege der vier Schweizer Stefan Küng, Kilian Frankiny, Steve Morabito und Sébastien Reichenbach ist. "Ich habe nicht mehr geschlafen, nicht mehr gegessen. Ich weiss nicht, ob ich überführt worden wäre. Ich weiss nicht, wie und ob dieser Doping-Arzt alles verschlüsselt hat. Aber ich konnte mit diesem Geheimnis nicht mehr leben", sagte Preidler.

Bei einer Doping-Razzia waren am Mittwoch sieben Verdächtige am Rande der Nordisch-Weltmeisterschaften in Seefeld festgenommen worden. Darunter waren fünf Sportler, unter anderem die österreichischen Langläufer Dominik Baldauf und Max Hauke. Am Mittwoch waren parallel in Erfurt der Sportmediziner Mark S. und ein mutmasslicher Komplize festgenommen worden.

"Ich war ohne Doping gut"

"Diese Leute kommen auf einen zu, suchen dich aus. Alle meine Erfolge, etwa beim Giro, waren sauber. Ich war ohne Doping gut, habe nie etwas getrickst. Das macht einen interessant", sagte Preidler, der bei der Italien-Rundfahrt dreimal in die Top 30 gefahren ist. Vor ihm hatte zudem ein Tiroler Radprofi nach einer vorübergehenden Festnahme ein Geständnis abgelegt. Auch zwei estnische und ein kasachischer Langläufer sind in der Doping-Affäre geständig.

"Gesellschaftlich bin ich unten durch. Die kommenden Wochen werden hart für mich. Ich weiss aber keine Namen von anderen Athleten. Ich kann mir aber vorstellen, dass es ein internationales Erdbeben geben wird", meinte Preidler.

(sda / dpa)

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