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Der Genfer Regisseur Claude Goretta ist im Alter von 89 Jahren gestorben. (Archivbild)
Kultur
Schweiz|21.02.2019

Regisseur Claude Goretta im Alter von 89 Jahren gestorben

GENF - Der Genfer Regisseur Claude Goretta ist am Mittwochnachmittag im Alter von 89 gestorben. Er sei im Kreise seiner Liebsten friedlich eingeschlafen, teilte seine Familie in einem Schreiben mit.

Der Genfer Regisseur Claude Goretta ist im Alter von 89 Jahren gestorben. (Archivbild)

GENF - Der Genfer Regisseur Claude Goretta ist am Mittwochnachmittag im Alter von 89 gestorben. Er sei im Kreise seiner Liebsten friedlich eingeschlafen, teilte seine Familie in einem Schreiben mit.

Goretta hat mit Vorliebe Filme über Menschen gedreht, "die sich schwer damit tun, ihre Gefühle auszudrücken". Dies sagte er vor einigen Jahren in einem Interview mit dem "Cinébulletin". Auch wollte er denjenigen eine Stimme geben, die sich mit Worten nicht zu verteidigen wissen.

"La Dentellière" (1977) ist so ein Beispiel. In dem Film spielt die französische Schauspielerin Isabelle Huppert die Rolle der Pomme, einer angehenden Coiffeuse, deren aufkeimende Liebe zu einem Philosophiestudenten zerbricht, weil dieser ihre wahre Persönlichkeit nicht erkennen will.

Der Film wurde zu Gorettas grösstem Publikumserfolg und für Huppert zum Startschuss in eine bedeutende Karriere. Die Französin gewann für ihre Rolle mehrere Preise, der Film selber wurde unter anderem in Cannes ausgezeichnet.

Einen Erfolg gefeiert hatte der schon früh in Frankreich bekannte Genfer schon einige Jahre zuvor mit "L'Invitation" (1972), der den renommierten Jury-Preis am Filmfestival in Cannes gewann.

Seinen letzten Film drehte Goretta 2006: die zweiteilige Fernsehproduktion "Sartre, l'âge des passions" über Jean-Paul Sartre, eine Mischung aus Fiktion und Dokumentarfilm.

(sda)

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