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Der grösste Teil der Standortförderung des Bundes fliesst an Schweiz Tourismus. (Archivbild)
Politik
Schweiz|20.02.2019

Bundesrat will Standort Schweiz mit 373 Millionen Franken fördern

BERN - 373,1 Millionen Franken will der Bundesrat in den kommenden drei Jahren einsetzen, um die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft weiter zu fördern. Davon profitieren sollen der Tourismus, die KMU und die Aussenwirtschaft.

Der grösste Teil der Standortförderung des Bundes fliesst an Schweiz Tourismus. (Archivbild)

BERN - 373,1 Millionen Franken will der Bundesrat in den kommenden drei Jahren einsetzen, um die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft weiter zu fördern. Davon profitieren sollen der Tourismus, die KMU und die Aussenwirtschaft.

Die Schweiz gehöre zu den wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt, schreibt der Bundesrat in seiner Botschaft zur Standortförderung 2020-2023, die er am Mittwoch verabschiedete. Doch insbesondere die Digitalisierung stelle die Unternehmen und Regionen vor grosse Herausforderungen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stünden unter Innovations- und Kostendruck.

Angesichts dessen wolle der Bundesrat mit seiner Standortförderung für die Jahre 2020-2023 dazu beitragen, dass die KMU und Regionen die Chancen der Digitalisierung nutzen könnten. Die Rahmenbedigungen für die KMU sollen verbessert, die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen gestärkt und das Profil des Wirtschaftsstandortes Schweiz im Ausland geschärft werden.

Die Schwerpunkte setzt der Bundesrat auf den Ausbau des Online-Schalters EasyGov.swiss für KMU, die Umsetzung einer neuen Tourismusstrategie, Tourismus- und Innovationsförderung im Rahmen der sogenannten Neuen Regionalpolitik (NRP) und die verstärkte Zusammenarbeit mit Dritten in der Aussenwirtschaftsförderung.

Am meisten für Schweiz Tourismus

Mit der am Mittwoch verabschiedeten Botschaft unterbreitet der Bundesrat dem Parlament fünf Finanzierungsbeschlüsse. Der mit Abstand grösste Betrag in der Höhe von 220,5 Millionen Franken soll an Schweiz Tourismus fliessen. Im Tourismus seien 175'000 Personen beschäftigt, dessen Beitrag zur wirtschaftlichen Wertschöpfung der Schweiz betrage 2,9 Prozent, hält der Bundesrat fest.

Mit dem Betrag will er die Digitalisierung des Schweizer Tourismus weiter vorantreiben und damit die Attraktivität des Angebots und den Marktauftritt der Schweiz im Ausland verbessern. Weitere 22,8 Millionen fliessen in die Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour).

Auch im Rahmen der Neuen Regionalpolitik setzt der Bundesrat seinen Förderfokus auf die Digitalisierung. Gleichzeitig prüft er ein spezielles Förderprogramm für die Berggebiete.

Der zweitgrösste Brocken in der Höhe von 90,5 Millionen Franken geht an die Aussenwirtschaftsförderung. Damit sollen sowohl Exporteure als auch ausländische Investoren individueller betreut und der Zugang zu Informationen und Dienstleistungen online vereinfacht werden.

Die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Innovationspark soll konsolidiert werden, um gezielt die Ansiedlung ausländischer Unternehmen im Forschungs- und Entwicklungsbereich zu fördern. Ausserdem soll der Schweizer Innovationspark im Ausland besser vermarktet werden. Für die Standortpromotion sollen 17,6 Millionen Franken zur Verfügung stehen.

Rückstand bei E-Government

Mit 21,7 Millionen Franken will der Bundesrat E-Government-Aktivitäten weiter vorantreiben: Denn der Rückstand der Schweiz sei im internationalen Vergleich beträchtlich. Vor allem für die KMU soll damit die administrative Belastung reduziert werden.

Der Online-Schalter EasyGov.swiss soll dabei ausgebaut und bekannter gemacht werden. Der sogenannte "One-Stop-Shop" macht es Unternehmen möglich, Behördengänge mit einem einzigen Account zu erledigen. Innerhalb von zehn Monaten hätten sich bereits 7000 Unternehmen registriert.

Für die Standortförderung 2020-2023 beantragt der Bundesrat leicht weniger als er für die Jahre 2016-2019 (374,2 Millionen Franken) gefordert hatte. Weil das Zusatzdarlehen an die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) Ende 2019 ausläuft, fliessen 2020 ausserdem nicht beanspruchte Mittel im Umfang von rund 30 Millionen Franken an den Bund zurück.

(sda)

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