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Tui-Kunden zieht es vermehrt nach Nordafrika statt auf die Kanarischen Inseln: Sie haben im Winterquartal häufiger Ferien in Nordafrika gebucht.
Wirtschaft
International|12.02.2019

Höhere Verluste für Tui im Winter

HANNOVER - Unerwartet starke Buchungen für die Urlaubsziele Türkei und Nordafrika haben beim weltgrössten Reisekonzern Tui zu Beginn des Winters das Ergebnis belastet. In der Folge blieben nämlich Betten auf den Kanarischen Inseln frei.

Tui-Kunden zieht es vermehrt nach Nordafrika statt auf die Kanarischen Inseln: Sie haben im Winterquartal häufiger Ferien in Nordafrika gebucht.

HANNOVER - Unerwartet starke Buchungen für die Urlaubsziele Türkei und Nordafrika haben beim weltgrössten Reisekonzern Tui zu Beginn des Winters das Ergebnis belastet. In der Folge blieben nämlich Betten auf den Kanarischen Inseln frei.

Das brockte Tui im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember einen höheren Verlust ein als noch ein Jahr zuvor, wie das deutsche Unternehmen am Dienstag vor seiner Generalversammlung mitteilte. Auch der lange Sommer in Nordeuropa und die Schwäche des britischen Pfunds bremsten die Nachfrage. Tui-Chef Fritz Joussen hatte sein Gewinnziel deshalb bereits vergangene Woche gekappt.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember erhöhte Tui den Umsatz zwar um gut vier Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Der saisontypische Quartalsverlust stieg um fast 28 Prozent auf 139 Millionen Euro, der operative Verlust (bereinigtes Ebita) fiel mit 84 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch aus wie ein Jahr zuvor.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September erwartet Joussen nun nur noch ein operatives Ergebnis etwa auf Vorjahreshöhe - und damit bei knapp 1,2 Milliarden Euro. Reiseveranstalter schreiben im Winter meist rote Zahlen. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

(sda / awp / dpa)

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