Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer war mit den Auftritten seiner Mannschaft am Lucerne Cup nicht zufrieden
Sport
Schweiz|15.12.2018

Patrick Fischer: "Das war nicht berauschend"

EISHOCKEY - Ein mühevoll erkämpfter Sieg gegen Österreich, eine klare Niederlage gegen die B-Auswahl aus Russland: Verständlicherweise ist Eishockey-Trainer Patrick Fischer nach dem Lucerne Cup unzufrieden.

Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer war mit den Auftritten seiner Mannschaft am Lucerne Cup nicht zufrieden

EISHOCKEY - Ein mühevoll erkämpfter Sieg gegen Österreich, eine klare Niederlage gegen die B-Auswahl aus Russland: Verständlicherweise ist Eishockey-Trainer Patrick Fischer nach dem Lucerne Cup unzufrieden.

Vor einer Woche waren Fischer und das Nationalteam an den Sports Awards noch die gefeierten Helden. Fischer wurde nach dem Gewinn von WM-Silber im Frühling als Trainer des Jahres, die Equipe als Team des Jahres ausgezeichnet. Am Heimturnier in Luzern vermochte die Schweizer Mannschaft, angetreten immerhin mit zwölf Silberhelden, den hohen Erwartungen nicht gerecht zu werden.

Nach dem 3:1 gegen Österreich und dem 1:5 gegen die Russen redete Patrick Fischer die Leistungen nicht schön: "Es war nicht berauschend. Sind wir ehrlich, wir konnten zweimal nicht die Leistung abrufen, die wir uns gewohnt sind und die wir erwartet haben. Wir machten zu viele Fehler mit der Scheibe, waren nicht präzis genug im Passspiel und auch im System fanden wir teilweise die Positionen nicht."

Im Nachbarduell gegen Österreich reichte der bescheidene Auftritt noch zum Sieg und dem Finaleinzug. Gegen die schnell spielenden und technisch versierten junge Russen bezahlten die Schweizer Lehrgeld. Nach drei "Geschenken", wie Fischer es formulierte, lagen die Schweizer bereits nach den ersten 20 Minuten wegweisend im Rückstand. "Gegen eine Mannschaft wie Russland wird es dann natürlich schwierig,"

Besonders bitter war der Abend für Lukas Frick. Gleich zweimal stand der Lausanner Verteidiger, der im Mai in Kopenhagen sein WM-Debüt gefeiert hatte, im Startdrittel neben den Schuhen. Zuerst liess er sich umspielen, dann verlor er die Scheibe; zweimal profitierten die Russen mit einem Tor. Danach war die Partie für Frick gelaufen; er kam fortan nicht mehr zum Einsatz.

Fischer nahm seine Mannschaft aber auch in Schutz. "Wir haben alles versucht danach, aber irgendwie war der Wurm drin. Es waren mit Sicherheit nicht unsere besten Spiele", sagte der Zentralschweizer. "Die Russen waren aber auch sehr stark. Kompliment an sie. Wir hatten Mühe, sie von der Scheibe zu trennen."

Nach dem Deutschland Cup, an dem die Schweizer das entscheidende Spiel um den Turniersieg ebenfalls gegen die russische Perspektiv-Auswahl verloren hatten (2:4), folgte nun zum Abschluss des Jahres ein Dämpfer. Das sah auch Fischer so: "In Krefeld haben wir es besser gemacht."

(sda)

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