Simon Ammann stösst vom Balken ab.
Sport
Schweiz|14.12.2018

Negativspirale bei Simon Ammann zumindest gestoppt

SKISPRINGEN - Simon Ammann nimmt ohne zu überzeugen die Qualifikationshürde für das Weltcupspringen in Engelberg. Der Toggenburger beendet den Wettkampf im 32. Rang - mit einem herkömmlichen Schuhmodell.

Simon Ammann stösst vom Balken ab.

SKISPRINGEN - Simon Ammann nimmt ohne zu überzeugen die Qualifikationshürde für das Weltcupspringen in Engelberg. Der Toggenburger beendet den Wettkampf im 32. Rang - mit einem herkömmlichen Schuhmodell.

Der Routinier setzte nach 124,5 m auf, zeigte allerdings keine Telemark-Landung. Der fehlende Ausfallschritt war auch dem Schuhwechsel geschuldet, der wider Willen vorgenommen werden musste. Ammann hatte in den vergangenen Jahren viel Aufwand in die Entwicklung eines Karbon-Schuhs gesteckt und diesen dann zu Saisonbeginn in seinem Set-up als gesetzt erklärt. Unter Wettkampfbedingungen wurde offensichtlich, dass der neue, mit Karbon verstärkte Schuh doch noch nicht taugt. Bei der Landung bringt er zwar durch die Stabilität klare Vorteile, beim Absprung hingegen verhält sich das System zu steif. Ammann kriegt zu wenig Rückmeldung, er kann den Ski nicht fein genug führen. Das Projekt Karbon-Schuh erhält zwar nach wie vor grünes Licht, derzeit werden aber weitere Anpassungen vorgenommen. Beschlossen ist einzig: Im Wettkampf setzt Ammann bis auf weiteres den herkömmlichen Lederschuh ein.

Für den 37-Jährigen steht Engelberg nicht nur wegen des Schuhs unter dem Stern eines Neustarts. Nach einem schwachen Einstieg in die Weltcupsaison in Wisla und in Kuusamo beendete er nun eine dreiwöchige Wettkampfpause. Für Ammann geht es auf der Heimschanze darum, den negativen Trend zu drehen, wieder Fuss zu fassen. Von einer Wende zu sprechen wäre übertrieben. Aber zumindest drehte sich die Negativspirale nicht weiter.

Die beste Schweizer Leistung zeigte auch in Engelberg Killian Peier. Der Waadtländer flog mit 127,5 m auf Platz 18. Ebenfalls im Feld der Top 50 kamen Andreas Schuler (37./122 m) und Gregor Deschwanden (45./119 m) unter.

Bei Windstille bot der Wettkampf einen aussagekräftigen Vergleich, alle stiessen aus derselben Luke vom Balken ab. Der Weltcup-Leader Ryoyu Kobayashi aus Japan setzte sich mit 137 m durch, gefolgt vom Österreicher Stefan Kraft (134,5 m) und dem Norweger Robert Johansson (135 m). Der Slowene Peter Prevc tauchte nach zwei Operationen am Knöchel als Sechster gleich wieder in den vorderen Positionen auf. Der 22-fache Sieger von Weltcupspringen war zuletzt im vergangenen März in Planica wettkampfmässig gesprungen.

(sda)

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