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Schweiz|08.08.2006

Mit dem Vocho nach Locarno

LOCARNO - Filmfachleute und -liebhaber aus aller Welt sind bis 12. August in Locarno versammelt, um sich am 59. Internationalen Filmfestival über Filmneuheiten zu informieren, abends auf der Piazza Grande Kino im ganz grossen Stil zu sehen oder an der Retrospektive den finnischen Regisseur Aki Kaurismäki von einer anderen Seite kennenzulernen.
Diese beiden Käferfreunde haben einen besonders langen Weg hinter sich: Sie sind mit dem Taxi aus Mexiko-Stadt angereist, genauer mit einem der berühmten, grün-weissen Käfer-Taxis der mexikanischen Hauptstadt. Alles an dem Käfer, oder «Vocho», wie die Mexikaner sagen, ist noch original, von der Bemalung über das Schild «Taxi» auf dem Dach bis zu der freundlichen Einladung «libre» (frei) hinter der Windschutzscheibe.
Die Tatsache, dass der Käfer in Mexiko-Stadt als Taxi so beliebt war, sicherte ihm seine fortdauernde Produktion im Werk von Puebla bis 2003. Doch die Taxis waren auch bei den mexikanischen Kriminellen äusserst beliebt, da es Fahrgästen überfallener Käfer mangels hinterer Türen unmöglich war zu fliehen. Daher wurde in Mexiko-Stadt die Viertürigkeit der Taxis vorgeschrieben und infolgedessen die Produktion des Käfers endgültig eingestellt.
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Naja, zuge­geben: Das junge mexikanische Pärchen wohnt in Solothurn, aber an ihrem selbstimportierten Käfertaxi ist alles original!

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