Politik
Schweiz|17.09.2006

Markus Büchel feierlich zum 11. Bischof von St. Gallen geweiht

ST. GALLEN - Mit einem feierlichen Weihegottesdienst ist der 56-jährige Markus Büchel zum elften Bischof von St. Gallen geweiht worden. Aus der Hand des abtretenden Bischofs Ivo Fürer nahm er den Bischofsstab entgegen.

Das Konzil von Nizäa aus dem Jahr 325 n. Chr. verlangt wenigstens drei Bischöfe zur Spendung der Bischofsweihe. Markus Büchel erhielt sie von seinem Vorgänger Bischof Ivo Fürer, dem Churer Bischof Amedée Grab und Kurt Koch, Bischof von Basel.

In einer Eucharistiefeier wurde Büchel von den anwesenden Bischöfen aus dem In- und Ausland die Hand aufgelegt, während die Feierenden um die Gabe des Heiligen Geistes baten. Mit der Handauflegung bekundeten die Bischöfe ihre Mitverantwortung für die anderen Ortskirchen.

Bei der folgenden Allerheiligenlitanei legte sich der Neugewählte inmitten der anwesenden Priester auf den Boden. Dies als Zeichen, dass er aus dem Kollegium der Priester zur Leitung des Volkes Gottes gewählt worden ist.

Verschiedene Insignien erhielt Bischof Markus Büchel von seinem Vorgänger: Das Brustkreuz, die bischöfliche Kopfbedeckung, den Bischofsring und den Bischofsstab. Mit dem empfangenen Insignien schritt Markus Büchel zum Bischofsstuhl, auf dem er Platz nahm.

Mit der Platznahme auf dem Bischofsstuhl war die Inthronisation in der katholischen Liturgie abgeschlossen. Markus Büchel nimmt alle bischöflichen Rechte als Bischof von St. Gallen und apostolischer Administrator beider Appenzell wahr.

Bischof Ivo Führer erinnerte Büchel in seiner Predigt an dessen Aufgaben. Seine Aufgabe wird es sein, hier Gottes Wort zu verkünden, in der Liturgie die Gemeinschaft der Menschen mit dem gestorbenen und auferstandenen Christus zu feiern und den Menschen, insbesondere den Schwachen und den Verfolgten, zu dienen.

Grussbotschaften überbrachten nebst Vertretern der katholischen Seelsorge und Administration und der evangelischen Kirche auch Bundesrat Pascal Couchepin und die St. Galler Regierungspräsidentin Karin Keller-Sutter.

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