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Liechtenstein|28.07.2017 (Aktualisiert am 28.07.17 09:32)

Immer mehr Pensionierte gehen einer Erwerbstätigkeit nach

SCHAAN - Erfahrung ist gefragt. Das spüren Pensionierte, die einst eine Spitzenposition besetzten – und sie freuen sich oftmals über die Rückkehr in die Arbeitswelt. Wer einst einen schlecht bezahlten Job machte, hat Mühe – aber müsste.

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SCHAAN - Erfahrung ist gefragt. Das spüren Pensionierte, die einst eine Spitzenposition besetzten – und sie freuen sich oftmals über die Rückkehr in die Arbeitswelt. Wer einst einen schlecht bezahlten Job machte, hat Mühe – aber müsste.

Es gibt in Liechtenstein immer mehr Menschen, die auch, nachdem sie das Pensionsalter von 64 Jahren erreicht haben, noch arbeiten. Dies geht aus der Auswertung der Beschäftigungsstatistiken hervor. Demnach gingen 2015 mehr als 630 Pensionisten einer Erwerbstätigkeit nach. Das entspricht einer Zunahme von rund 30 Prozent seit 2011.

Alte Kader sind gefragt

Ein Grund für diese stetige Entwicklung sei der grosse Bedarf an Fachkräften in der Wirtschaft, erklärt Markus Bürgler, Abteilungsleiter Arbeit beim Amt für Volkswirtschaft (AVW), auf Anfrage. Vor allem die Industrie suche «händeringend» nach Fachkräften: «Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern daher ganz bewusst Möglichkeiten, auch nach 64 noch im Betrieb zu arbeiten – zum Beispiel mit reduziertem Pensum», so Bürgler. Heutzutage seien die Pensionisten geistig wie körperlich oftmals noch topfit und würden sich freuen, wenn sie gebraucht werden. «Für die Unternehmen ist der grosse Vorteil, dass sie noch weiter vom Know-How der erfahrenen Generation profitieren können», verdeutlicht Bürgler. Eine Gefahr, dass die Alten quasi den Chefsessel besetzen und somit den Jungen keinen Raum lassen, um nachzurücken, um aufzusteigen, sieht Bürgler nicht: «Zumeist ist es so, dass die Pensionisten in die zweite Reihe rücken. Das heisst, sie geben die Führungsverantwortung grossmehrheitlich ab», weiss der Arbeitsmarkt-Experte.

Das zeigt, es sind oft Exponenten aus dem oberen Kader, die mit 64 noch arbeiten. Die andere Seite kennt Sigi Langenbahn, Geschäftsführer des Liechtensteinischen Arbeitnehmerverbandes (LANV): «Wir haben eher mit dem Gegenteil zu tun. Unsere Beratungen betreffen oft Arbeitnehmende, die zwangsfrühpensioniert werden», zeigt er sich anhand der vorliegenden Zahlen überrascht. Etwa im Gewerbe würden ältere Mitarbeitende oft ersetzt. Die Überlegung dabei sei, dass Junge mehr leisten, aber weniger kosten würden. In der Industrie sei die Frühpensionierung ein beliebtes Mittel, um «Massenentlassungen» zu vermeiden.

Mehr dazu lesen Sie im „Volksblatt“ vom Freitag (28.07.2017) und in der Onlineausgabe.

(ds)

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