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Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) hat im Sommer herbe Einbussen erlitten. Von Juli bis September brachen die Umsätze um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. (Archiv)
Wirtschaft
Schweiz|15.11.2019

Schweizer Maschinenindustrie mit herben Einbussen

ZÜRICH - Die Lage der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) hat sich im dritten Quartal verschlechtert. Nachdem im zweiten Quartal der Auftragseingang der Unternehmen bereits massiv eingebrochen war, resultierte im dritten Quartal erneut ein hohes Minus.

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) hat im Sommer herbe Einbussen erlitten. Von Juli bis September brachen die Umsätze um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. (Archiv)

ZÜRICH - Die Lage der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) hat sich im dritten Quartal verschlechtert. Nachdem im zweiten Quartal der Auftragseingang der Unternehmen bereits massiv eingebrochen war, resultierte im dritten Quartal erneut ein hohes Minus.

Der düstere Ausblick des Branchenverbandes Swissmem vom vergangenen August hat sich damit bewahrheitet. Die Auftragseingänge der im Verband zusammengeschlossenen Firmen fiel im dritten Quartal 2019 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um knapp 15 Prozent, wie der Dachverband am Freitag mitteilte. Der noch höhere Rückgang im zweiten Semester war einer starken Vergleichsbasis aus dem Vorjahr geschuldet.

Die Umsätze tauchten im dritten Quartal um 7,4 Prozent. Damit schlägt das schwache Umfeld nun verstärkt auch auf die Verkäufe durch. Im ersten Semester hielt sich der Umsatzrückgang mit einem Minus von 1,9 Prozent dank der bestehenden Bestellungen noch einigermassen im Rahmen.

Die Befürchtungen hätten sich bestätigt, schrieb Swissmem. Der Abschwung in der MEM-Industrie erfolge schnell und massiv. Es sei nun bereits das fünfte Quartal in Folge mit schrumpfenden Bestellungseingängen. Bemerkenswert sei der Umstand, dass der Rückgang fast ausschliesslich auf das Konto der Auslandsaufträge gehe, welche knapp 80 Prozent des Volumens ausmachen würden.

Der Blick nach vorne ist wie bereits im August wenig verheissungsvoll. Eine Chance für eine Stabilisierung der Lage bestehe nur, wenn sich die Konjunktur in den Hauptmärkten nicht weiter abkühle und es weltweit zu keinen politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen komme, heisst es dazu.

Darüber hinaus dürfe es nicht zu einer raschen Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro kommen. Swissmem wiederholt in diesem Zusammenhang in der aktuellen Mitteilung die Kritik an den Banken, deren Druck auf die Negativzinsen kontraproduktiv sei.

(sda / awp)

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