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Region|16.09.2021 (Aktualisiert am 16.09.21 10:28)

Spurenstoffe belasten den Alten Rhein

ST. GALLEN - Die Wasserqualität des Alten Rheins hat sich in den letzten Jahren verbessert. Dies zeige der aktuelle Untersuchungsbericht des Amtes für Wasser und Energie und des Umweltinstituts Vorarlberg. Allerdings sei die Belastung durch einzelne Spurenstoffe zum Teil zu hoch, wie der Kanton St. Gallen in einer Aussendung am Donnerstag kommuniziert.

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ST. GALLEN - Die Wasserqualität des Alten Rheins hat sich in den letzten Jahren verbessert. Dies zeige der aktuelle Untersuchungsbericht des Amtes für Wasser und Energie und des Umweltinstituts Vorarlberg. Allerdings sei die Belastung durch einzelne Spurenstoffe zum Teil zu hoch, wie der Kanton St. Gallen in einer Aussendung am Donnerstag kommuniziert.

Die höchsten Konzentrationen an Spurenstoffen, sogenannten Mikroverunreinigungen, wurden laut Aussendung bei Stoffgruppen gemessen, die über das gereinigte Abwasser in den Alten Rhein gelangen. Darunter seien Korrosionsschutzmittel, iodierte Kontrastmittel sowie künstliche Süssstoffe. Obwohl diese Stoffe in grossen Mengen anfallen und unerwünscht sind in unseren Gewässern, würden sie die die Umwelt nicht stark belasten. Problematisch für die Umwelt sind jene Mikroverunreinigungen, welche die ökotoxikologischen Grenzwerte überschreiten.

Schädliche Spurenstoffe, welche über den Grenzwerten liegen, stammen hauptsächlich von der Industriechemikalie PFOS. Aber auch verschiedene Pflanzenschutzmittel und das Schmerzmedikament Diclofenac tragen zur Überschreitung des Grenzwertes bei.

Um die Menge an Spurenstoffen zu verringern, werden die Abwasserreinigungsanlagen (ARA) aufgerüstet. Beispielsweise habe im September 2019 die ARA Altenrhein eine zusätzliche Reinigungsstufe in Betrieb genommen. Bei der ARA Rosenbergsau sei eine vierte Reinigungsstufe mit Aktivkohle geplant.

Die Wasserqualität bei den klassischen Abwasser-Kenngrössen, wie Stickstoff oder Phosphor, konnte dank Investitionen in eine verbesserte Abwasserreinigung bereits erhöht werden. Die Abwasserreinigung solle laufend optimiert werden, um die Gewässerqualität weiter zu verbessern und damit günstige Voraussetzungen für die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen im Alten Rhein zu schaffen. Das Amt für Wasser und Energie und das Umweltinstitut Vorarlberg werden den Zustand des Alten Rheins weiterhin überwachen.

(red/pd)

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