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Christiane Meyer-Stoll beim Gespräch im Kunstmuseum Liechtenstein. (Foto: Michael Zanghellini)
Kultur
Liechtenstein|17.01.2021

«Es war mir ein Anliegen, eine neue Erzählweise in die Welt zu bringen»

VADUZ - Die Ausstellung «Parlament der Pflanzen» im Kunstmuseum Liechtenstein konnte nicht so stattfinden wie vorgesehen. Geplant war sie bis diesen Sonntag, aber sie wird bereits abgebaut. Kuratorin Christiane Meyer-Stoll verrät im Gespräch mit Elmar Gangl mehr.

Christiane Meyer-Stoll beim Gespräch im Kunstmuseum Liechtenstein. (Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Die Ausstellung «Parlament der Pflanzen» im Kunstmuseum Liechtenstein konnte nicht so stattfinden wie vorgesehen. Geplant war sie bis diesen Sonntag, aber sie wird bereits abgebaut. Kuratorin Christiane Meyer-Stoll verrät im Gespräch mit Elmar Gangl mehr.

«Volksblatt»: Wir sind hier mitten in der Ausstellung. Aber sie wird schon abgebaut, obwohl die Dauer eigentlich bis 17. Januar geplant war. Wie geht es Ihnen in der jetzigen Situation?

Christiane Meyer-Stoll: Diesmal war es wirklich so, dass ich einen Moment durchatmen musste, weil die Ausstellung bereits jetzt abgebaut wird und nicht mehr, wie gehofft, noch einmal öffnet. Es war angekündigt, dass am 10. Januar das Museum wieder geöffnet werden kann und wir hatten in dieser letzten Woche noch einiges vor. Es waren sehr schöne Veranstaltungen geplant mit Kooperationspartnern, mit Führungen, Lesung, Musik. Das wäre der reguläre, runde Abschluss gewesen. Jetzt ist es so sang- und klanglos zu Ende gegangen. Es macht mich sehr traurig, besonders, weil das Thema «Parlament der Pflanzen» viel damit zu tun hat, wo wir gerade stehen. Was uns aktuell bewegt. Dieses Thema, glaube ich, hat uns genau für die aktuelle Situation viel zu sagen. In der Ausstellung ging es um die Kunst, doch genauso um Biologie und natürlich speziell um die Pflanzen.

Aber beginnen wir von vorne. So eine grosse Ausstellung hat sicher eine lange Vorlaufzeit.

Genau. Es gab vor vier Jahren die Ausstellung «Who Pays?». Zu dieser Zeit hat sich das Thema herauskristallisiert und ist bis zur Planung der Ausstellung gereift. Peu à peu entwickelte sich alles: der Titel, die vielfältigen Kooperationen im Land und der Region, das braucht Zeit. Durch Corona und Brexit sind im Frühling 2020 bereits einige Sachen ins Stolpern gekommen. Zugesagte Leihgaben aus England wurden wieder zurückgezogen, Künstler und Künstlerinnen konnten zum Aufbau nicht anreisen. Es ist eine Zeit, in der ein grosser Umbruch stattfindet, für uns alle, auf der ganzen Welt, nicht nur hier im Kunstmuseum. Vieles funktioniert anders und teils erschwert.

Nicht nur das Ende, auch schon die Ausstellungseröffnung konnte nicht so wie geplant durchgeführt werden.

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(eg)

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