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Dieses Mal kandidieren mehr Frauen für den Gemeinderat als noch 2015. Ausgewogen ist das Geschlechterverhältnis unter den Kandidaten allerdings noch nicht. (Foto: Shutterstock)
Politik
Liechtenstein|06.02.2019 (Aktualisiert am 06.02.19 13:50)

Diesmal haben es mehr Frauen auf die Listen geschafft

VADUZ - Es hat sich etwas getan seit den vergangenen Wahlen: Die Parteien haben sich redlich bemüht und versucht, dieses Mal mehr Frauen zur Kandidatur zu bewegen. Im Gegensatz zu den Gemeindewahlen 2015, wo nur 30,9 Prozent der Gemeinderatskandidaten (ohne Vorsteherkandidaten) weiblich waren, sind es mittlerweile 36,9 Prozent. Eine ausgewogene Liste konnte aber keine Partei über alle Gemeinden hinweg präsentierten.

Dieses Mal kandidieren mehr Frauen für den Gemeinderat als noch 2015. Ausgewogen ist das Geschlechterverhältnis unter den Kandidaten allerdings noch nicht. (Foto: Shutterstock)

VADUZ - Es hat sich etwas getan seit den vergangenen Wahlen: Die Parteien haben sich redlich bemüht und versucht, dieses Mal mehr Frauen zur Kandidatur zu bewegen. Im Gegensatz zu den Gemeindewahlen 2015, wo nur 30,9 Prozent der Gemeinderatskandidaten (ohne Vorsteherkandidaten) weiblich waren, sind es mittlerweile 36,9 Prozent. Eine ausgewogene Liste konnte aber keine Partei über alle Gemeinden hinweg präsentierten.

Der FL gelang mit 46,7 Prozent zwar annähernd ein ausgewogenes Kandidatenteam, wobei die Anteile von Gemeinde zu Gemeinde stark schwanken. Die VU und FBP schafften es mit einem Frauenanteil von je knapp 38 Prozent mehr Liechtensteinerinnen von einer Kandidatur zu überzeugen als noch bei den Wahlen 2015, wo beide Grossparteien nur etwa 30 Prozent Kandidatinnen aufweisen konnten. Der VU konnte dieses Mal ihre Listen in Balzers, Planken und Gamprin paritätisch zu besetzen, die FBP schaffte dies mit Eschen, Ruggell, Schellenberg, Vaduz und Planken sogar in fünf Gemeinden. Den Unabhängigen gelang es mit Bianca Risch wenigstens eine Frau zu finden (Anteil: 20 Prozent), während DPL keine Frau von einer Kandidatur überzeugen konnten.

Hoi Quote arbeitet an Initiative

Die Parteien hätten sich sehr bemüht, beobachtete auch Corina Vogt-Beck von Hoi Quote im Vorfeld. So falle der Frauenanteil auch deutlich besser aus als noch 2015. «Ein erster Schritt für uns wären verpflichtende Quoten auf den Wahllisten – bei 30 Prozent hätten dies die meisten Parteien erreicht», so Vogt-Beck. Allerdings zähle schliesslich das Ergebnis, gab Vogt-Beck zu bedenken, die selbst für die Freie Liste in Triesenberg kandidiert. Bei der Wahl an sich kämen nochmals andere Faktoren zum Tragen. Dies war auch 2015 so: Von den 57 Kandidatinnen wurden damals lediglich 18 auch tatsächlich in den Gemeinderat gewählt.

(df)

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