(Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|31.01.2019

LLS: Vaduz hält Trumpf, lässt sich aber noch nicht in die Karten schauen

VADUZ - Die Gemeinde Vaduz ist nach wie vor sehr daran interessiert, das Liechtensteinische Landesspital (LLS) zu behalten. Einen Trumpf hat Vaduz dabei bereits in der Hand: Den 12,5 Millionen Franken schweren Spitalbaufonds.

(Foto: Michael Zanghellini)

VADUZ - Die Gemeinde Vaduz ist nach wie vor sehr daran interessiert, das Liechtensteinische Landesspital (LLS) zu behalten. Einen Trumpf hat Vaduz dabei bereits in der Hand: Den 12,5 Millionen Franken schweren Spitalbaufonds.

Diese Stiftung wird getrennt vom übrigen Gemeindevermögen verwaltet. Bei Beträgen über 50 000 Franken entscheidet der Gemeinderat über die Verwendung – die Verteilung von Geldern aus dem Fonds sind aber nicht referendumspflichtig. Bürgermeister Ewald Ospelt signalisierte dem Land bereits eine Unterstützung «im Millionenbereich» zu. Genauere Angaben wollte Ospelt auf neuerliche Anfrage jedoch keine machen – er verwies darauf, dass sich der Gemeinderat zunächst mit dem Bericht und Antrag der Regierung befassen müsse.

Er wollte sich ausserdem nicht dazu äussern, wie das bisherige Spitalsgebäude beziehungsweise das entsprechende Grundstück nach einem allfälligen Neubau genutzt werden könnte.

Wird es Parzelle 818?

Apropos Gebäude: In der Gemeinderatssitzung vom 22. Januar befürwortete der Gemeinderat den Kauf der Vaduzer Parzelle 818 – gegenüber des sogenannten «Bananenblocks» an der Zollstrasse. Das 4402 Quadratmeter grosse Grundstück kostete die Gemeinde rund 12 Millionen Franken. Im Protokoll ist dazu von einem «vorsorglichen Bodenerwerb» die Rede, womit die Gemeinde Spielraum erhält, attraktiven Wohnraum und entsprechende Dienstleistungsbetriebe anzusiedeln. Oder vielleicht auch ein künftiges Landesspital? Der Bürgermeister dementierte: «Das erwähnte Grundstück Nr. 818 steht hierfür nicht zur Disposition und es ist darauf auch nichts in Planung.»

(df)

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