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Janine Köpfle interviewt Kulturministerin Aurelia Frick. (Foto:Paul Trummer)
Kultur
Liechtenstein|16.01.2019

Das Kul­tur­er­be­jahr hat viel bewegt

MAUREN Nach einem ereignisreichen Jahr fand am Dienstagabend im Kulturhaus Rössle in Mauren die Schlussveranstaltung des Kulturerbejahres 2018 statt. Auf der Bühne wagten die Organisatoren und Beteiligte einen Blick zurück.

Janine Köpfle interviewt Kulturministerin Aurelia Frick. (Foto:Paul Trummer)

MAUREN Nach einem ereignisreichen Jahr fand am Dienstagabend im Kulturhaus Rössle in Mauren die Schlussveranstaltung des Kulturerbejahres 2018 statt. Auf der Bühne wagten die Organisatoren und Beteiligte einen Blick zurück.

Genau vor einem Jahr, am 15. Januar 2018, eröffnete Liechtenstein seinen Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr mit einer Wolldeckenpressekonferenz auf Burg Gutenberg. Was sich daraus entwickeln würde, war damals nicht abzusehen, führte Tom Büchel, Leiter des Amtes für Kultur in Mauren aus. Er habe schliesslich ein Jahr erlebt, das ihn mit grosser Befriedigung erfülle und ihm viel Zuversicht für die Zukunft gebe. Es sei sichtbar geworden, dass sich in Liechtenstein ein grosser Teil der Bevölkerung für die Pflege und den Erhalt des Kulturgutes einsetze, sei dies beruflich, ehrenamtlich oder im privaten Rahmen. Die grosse Zahl an Besuchern und Teilnehmern bei den verschiedenen Veranstaltungen sei eindrücklich gewesen. Liechtenstein habe ein vielfältiges Kulturleben.

Vernetzt soziale Medien

«Wer hätte gedacht, dass so ein kleiner Hashtag – #denkx18 – so viel bewirken kann?», fragte Janine Köpfli, die durch den Abend führte. Die Vernetzung über die sozialen Medien ergab unkomplizierte Kontakte und füllte innert weniger Wochen den Veranstaltungskalender. Nebst den durch das Amt für Kultur organisierten Höhepunkten bot eine Vielzahl von Anlässen organisiert durch die Gemeinden, Vereine, Museen und Institutionen der Bevölkerung Einblick in das facettenreiche kulturelle Schaffen, in die Kulturgütersammlungen oder in Denkmalobjekte. Mit der Freilegung des Hoffmann’schen Ringofens in Nendeln wurde ein Industriedenkmal restauriert, das dereinst eine industrielle Revolution bedeutet hatte und später über 100 Jahre im «Dornröschenschlaf» versunken war. Kulturerbe sei mehr als Denkmalpflege, sagte die Kulturministerin, die auf dem Kultursofa bei der Moderatorin Platz genommen hatte. Kulturerbe sei ein Teil unserer Identität, unserer Sprache, unseres Brauchtums, unserer Lebensweise. Sie habe, so Aurelia Frick, im Verlaufe des Kulturerbejahres eine neues Verständnis für das, was als kulturelles Erbe gilt, erhalten. Zu ihren persönlichen Highlights gehörte der Tag der offenen Kirchtürme. Einerseits aufgrund des seltenen Blickes hoch herab vom Kirchturm und dann wegen des grossen Andranges der Besucher, wozu das geduldige Schlangestehen gehörte. Dass alle Gemeinden so spontan ihre Mitwirkung zugesagt hätten, habe sie ungemein gefreut.

Kurze Rückschau

Im Verlaufe des Abends gaben einige am Schwerpunktjahr als Veranstalter Beteiligte oder davon Betroffene eine kurze Rückschau auf ihre Erfahrungen. Zwischendurch unterhielt des Hackbrett-Trio Anderscht die Gäste mit stimmungsvollen, originell arrangierten Musikstücken vom Appenzeller Zäuerli bis zum Piazolla-Tango. Die von Michèle Steffen gestaltete Ausstellung im Rössle-Tend informierte im Zeitraffer über die Vielzahl der im Rahmen des Kulturerbejahres 2018 gebotenen kulturellen Leckerbissen und liess die Beteiligten nochmals in Erinnerungen schwelgen.
Das Schwerpunktjahr ist vorbei. Wie geht es weiter? Mit Gewissheit hat eine Sensibilisierung stattgefunden, in der Öffentlichkeit ist das ­Interesse an kulturellen Gütern ­gewachsen. Man habe gesehen, dass man mit guten Ideen und Visionen und mit einer gehörigen Portion Herzblut viel bewegen könne, auch wenn man über bescheidene Ressourcen verfüge, meinte abschlies­send Denkmalschützer Patrik Birrer.

Mehr dazu online auf: www.denkx18.li

(hs)

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