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Politik
Liechtenstein|10.01.2019 (Aktualisiert am 10.01.19 18:18)

Gemeinde mahnt zur "Wahrheit" bei Freizeitpark Blumenau

TRIESEN - Daniel Feger sammelt in Triesen Unterschriften gegen die Erweiterung der Sportanlage Blumenau. Vorsteher Günter Mahl und Gemeinderat Jürgen Negele, der auch das Ressort Sport inne hat, sprechen von "Ungereimtheiten" in dem Schreiben, das Feger an alle Triesner Haushalte versandt hat.

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TRIESEN - Daniel Feger sammelt in Triesen Unterschriften gegen die Erweiterung der Sportanlage Blumenau. Vorsteher Günter Mahl und Gemeinderat Jürgen Negele, der auch das Ressort Sport inne hat, sprechen von "Ungereimtheiten" in dem Schreiben, das Feger an alle Triesner Haushalte versandt hat.

Das Referendum sei zwar ein demokratisch legitimes Instrument, betonen Mahl und Negele: "Wichtig ist jedoch, dass sich auch Referendumswerber an Wahrheiten und Spielregeln halten, um die Demokratie auch fair zu gestalten." Dem Referendumswerber sei das Projekt in verschiedenen Gesprächen ausführlich und transparent erklärt worden. "Die Genehmigung der Sanierung und Erweiterung der Blumenau durch den Gemeinderat basiert auf einem ausgereiften, breit abgestützten und nun fertigen Projekt, welches der gesamten Bevölkerung Triesens Mehrwert für die kommenden Jahrzehnte bieten wird und zu einem beliebten Treffpunkt für Vereine, Schulen, Familien sowie der jungen und älteren Generation wachsen kann", schreiben die beiden Gemeindevertreter weiter.

Kosten seien im Verhältnis "bescheiden"

Die in den Augen von Feger zu hohen Kosten von 6,7 Millionen Franken - plus/minus 10 Prozent) seien im Vergleich zu den gebotenen Leistungen und Attraktivitäten, welche in den kommenden Jahrzehnten zur Verfügung stehen werden, im Vergleich zu anderen Gemeinden und Städten bescheiden, schreiben Mahl und Negele. Nichtsdestotrotz dürften diese nicht unterschätzt werden und seien daher auf drei Jahresbudgets verteilt worden. Bei der Erarbeitung des Projekts sei darauf geachtet werden, dass es möglichst viele Nutzungsmöglichkeiten gebe, nicht nur für Fussball und Leichtathletik.

Kein Schnellschuss

Um einen Schnellschuss, wie von Feger behauptet, handle es sich keineswegs. Am Projekt wurde laut Negele und Mahl über zwei Jahre lang gearbeitet - unter Einbezug aller Interessensgruppen. Zudem habe man die Resultate des Projektwettbewerbs bereits 2017 der Bevölkerung präsentiert. Weil keine neuen Parkplätze erstellt wurden, sei auch kein Verkehrskonzept nötig.

Öffentliche Zone für alle

Feger kritisiert ausserdem die Nähe zum Wohngebiet. "Bei der Blumenau, welche seit Jahrzehnten an identischer Stelle beheimatet ist, handelt es sich um eine öffentliche Zone, welche der Bevölkerung Nutzen und Mehrwerte stiften soll. Mit dem neuen Projekt wird diese Zone für alle deutlich aufgewertet", entgegnen die Gemeindevertreter dem. Dass durch die Erweiterung Kultur- und Ackerland im Wert von rund 6 Millionen Franken verloren ginge, können Mahl und Negele ebenfalls nicht nachvollziehen. Zum einen sei die dafür veranschlagte Summe "utopisch" hoch. Zum anderen handle es sich bei diesem Grundstück um eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen, welche nun für die Bevölkerung genutzt werden soll.

Auf die Stellungnahme der Gemeinde reagierte wiederum Daniel Feger auf seiner Homepage. Er wehrt sich gegen den Vorwurf, er verbreite Unwahrheiten. "Obwohl ich der Meinung bin, sehr sachliche Argumente vorgebracht zu haben, erstaunt mich, dass die Gemeindeverwaltung auf die Wahrheitsschiene setzt und mir Ungereimtheiten unterstellt", meinte er gegenüber dem "Volksblatt".

(red/pd)

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