(Visualisierung: ZVG)
Politik
Liechtenstein|10.01.2019 (Aktualisiert am 10.01.19 16:58)

Unterschriftensammlung gegen Freizeitpark Blumenau Triesen

TRIESEN - Mit der Sanierung und Erweiterung des Sportplatzes Blumenau will die Gemeinde Triesen einen neuen Treffpunkt schaffen. Gegen das 6.7-Millionen-Franken-Projekt sammelt Daniel Feger nun aber Unterschriften. Die Referendumsfrist endet bereits am 14. Januar, Feger braucht 436 gültige Unterschriften.

(Visualisierung: ZVG)

TRIESEN - Mit der Sanierung und Erweiterung des Sportplatzes Blumenau will die Gemeinde Triesen einen neuen Treffpunkt schaffen. Gegen das 6.7-Millionen-Franken-Projekt sammelt Daniel Feger nun aber Unterschriften. Die Referendumsfrist endet bereits am 14. Januar, Feger braucht 436 gültige Unterschriften.

Mit dem geplanten Grossprojekt bewegt sich die Gemeinde Triesen weg vom reinen Sportplatz und hin zur Freizeitanlage, die zum Verweilen einladen soll - das "Volksblatt" berichtete. Während die Sanierung der bestehenden Sportanlagen für Feger unbestritten sei, sieht er in der Erweiterung als Freizeitpark ein "Fragezeichen". Er könne an dem "Schnellschuss" nichts erkennen, was visionär oder innovativ wäre. Ausserdem seien weder die Anrainer oder andere Gemeinden einbezogen worden, noch eine Bedarfsabklärung  Verkehrs- oder Lärmkonzept erstellt worden. Auch mit der Raumplanungskomission sei keine Koordination erfolgt. Das Projekt sei unausgereift, überladen und nicht nachhaltig.

Mit dem Park würden ausserdem 10 000 Quadratmeter Acker- und Kulturland verloren gehen, Feger beziffert dessen Wert auf etwa 6 Millionen Franken. Das Projekt ist in den Augen Fegers auch nicht eingebettet in die Rheinauen und Naherholungsgebiete. Feger schlägt vor, besser in einen Naturpark Triesen zu investieren. Dieser würde das Freizeit-, Naherholungs- und Sportbedürfnis besser in Einklang bringen. Zudem seien die Kosten mit knapp 7 Millionen Franken zu hoch.

"Aus den vorgenannten Gründen ersuche ich Sie, liebe stimmberechtigte Triesnerinnen und Triesner, um Unterstützung meines Referendumsbegehrens, damit das unausgereifte Projekt, insbesondere die Erweiterung als Freizeitpark, einer sachlichen Auseinandersetzung zugeführt und zugleich der wirkliche Bedarf eruiert werden kann", schreibt Feger auf referendum.li. Einem abgeänderten und nachhaltigen Projekt gegenüber zeigte er sich offen.

Die Gemeinde will sich am Nachmittag zu den Vorwürfen äussern.

(red)

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden

Nächster Artikel
Politik
Liechtenstein|gestern 18:28 (Aktualisiert gestern 18:34)
Erbprinz: «Es braucht alle für eine konstruktive Zusammenarbeit»
Liechtensteiner Volksblatt AG
© 2018, Alle Rechte vorbehalten.