Plankens FBP-Vorsteherkandidat Gaston Jehle im Gespräch. (Fotos: Michael Zanghellini)
FBP Planken
Liechtenstein|10.01.2019

Gaston Jehle: «Ich bin bereiter denn je!»

PLANKEN - Am Dienstagabend wurde Gaston Jehle bei der Nominationsversammlung der FBP Planken einstimmig als Vorsteherkandidat nominiert. Das «Volksblatt» hat sich mit dem Alt-Vorsteher von Planken unterhalten und nachgebohrt, warum er nochmals antreten möchte.

Plankens FBP-Vorsteherkandidat Gaston Jehle im Gespräch. (Fotos: Michael Zanghellini)

PLANKEN - Am Dienstagabend wurde Gaston Jehle bei der Nominationsversammlung der FBP Planken einstimmig als Vorsteherkandidat nominiert. Das «Volksblatt» hat sich mit dem Alt-Vorsteher von Planken unterhalten und nachgebohrt, warum er nochmals antreten möchte.

Gaston Jehle wurde am 31. Januar 1999 im jungen Alter von 30 Jahren zum Vorsteher von Planken gewählt und war damit bis heute der jüngste Vorsteher Liechtensteins. An den Gemeindewahlen 2007 stand er nach einer achtjährigen Amtszeit nicht mehr zur Verfügung und setzte sein Wissen und seine Erfahrung in der Privatwirtschaft ein. 12 Jahre nach seinem Ausstieg arbeitet er an einem Comeback.

«Volksblatt»: Herr Jehle, dass ein Alt-Vorsteher erneut kandidiert, ist in Liechtenstein doch die Ausnahme. Haben Sie ihren Ausstieg aus der Politik vor 12 Jahren bereut?

Gaston Jehle: Ich hatte mich damals bewusst für eine neue Tätigkeit entschieden. Dieser Entscheid hatte für mich gepasst und ich durfte seither weitere wertvolle Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen sammeln. Als die Vertreter der FBP Ortsgruppe Planken mit der Frage bezüglich einer erneuten Kandidatur an mich herangetreten sind, habe ich mich auch gefragt, was dies bedeutet. Denn es ist tatsächlich die Ausnahme, dass ein Alt-Vorsteher nochmals kandidiert. In verschiedenen Gesprächen und in der persönlichen Auseinandersetzung mit dieser Frage konnte ich aber keinen Grund finden, der dagegen spricht. Meine Heimatgemeinde Planken liegt mir immer am Herzen. Ich habe die Aufgabe des Vorstehers sehr gerne ausgeübt, und jetzt bin ich wieder bereit dazu.

Heute kennen Sie viele Menschen in Liechtenstein als Vertreter von Waterfootprint Liechtenstein, einer gemeinnützigen Organisation, die allen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser sichern will. Geben Sie dieses Projekt auf?

Hinter der bedeutsamen Idee des Waterfootprints stehen drei Liechtensteiner. Sie haben in Zürich diese Idee entwickelt, und ich darf helfen, den Waterfootprint Liechtenstein in viele Liechtensteiner Unternehmen und Verwaltungen zu bringen. Es ist eine wunderbare Aufgabe, Menschen einen langfristigen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen und somit deren Lebensqualität zu verbessern. Wir haben schon viel erreicht. Ich werde immer hinter dieser Idee stehen und helfen, sie zu fördern. Von einer Abkehr kann also keine Rede sein.

Was hat Sie letztendlich aber bewogen, Ja zu einer erneuten Kandidatur zu sagen? Sie haben ja eine erfüllende Aufgabe.

In Planken wird unter dem heutigen Vorsteher sehr oft Parteipolitik statt Sachpolitik praktiziert, was von vielen Einwohnerinnen und Einwohnern beklagt wird. Viele sind damit sehr unzufrieden. Dies hat sich auch in der Auswertung der Umfrage bei der Bevölkerung von 2018 ergeben. Die Ideen, Vorstellungen und Bedürfnisse der Bevölkerung finden wenig Gehör, dafür gibt es in der jüngsten Zeit einige Beispiele. Dabei sollten aber gerade die Anliegen der Bevölkerung im Zentrum stehen. Planken ist überschaubar, aber wer Augen und Ohren zuhält, kann auch die Menschen nicht spüren. Auch ich empfinde es so, dass zum Teil die VU-Strategiepapiere vor die Anliegen und Bedürfnisse der Menschen gestellt werden. Mir liegen Planken und die Menschen in Planken wirklich am Herzen. Ich will helfen, die Situation zu verändern und zu verbessern. Wir müssen wieder eine gemeinsame Politik haben, bei welcher die Worte der Bevölkerung ernst genommen werden. Ich habe Erfahrung mit dieser Aufgabe und ich kenne die Menschen in Planken. Ich bin bereiter denn je, das Vorsteheramt wieder auszuüben.

"In Planken wird unter dem heutigen Vorsteher sehr oft Parteipolitik statt Sachpolitik praktiziert."

Vorsteherkandidat Gaston Jehle

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(hm)

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