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Stefan Sprenger beleuchtet in «Krötenarie» – einem Buch, das ein Lesestück ist – 25 spannende Jahre in der Geschichte Liechtensteins. (Fotos: Michael Zanghellini)
Kultur
Liechtenstein|20.12.2018

Stefan Sprenger: «Was früher ein Tabuthema war, ist jetzt Erzählstoff»

SCHAAN - Im April 2015 wurde das Theaterstück «Rubel, Riet & Rock ’n’ Roll» von Stefan Sprenger im TAK uraufgeführt. Nun ist daraus das Buch «Krötenarie» geworden. Das «Volksblatt» hat sich mit ihm darüber unterhalten.

Stefan Sprenger beleuchtet in «Krötenarie» – einem Buch, das ein Lesestück ist – 25 spannende Jahre in der Geschichte Liechtensteins. (Fotos: Michael Zanghellini)

SCHAAN - Im April 2015 wurde das Theaterstück «Rubel, Riet & Rock ’n’ Roll» von Stefan Sprenger im TAK uraufgeführt. Nun ist daraus das Buch «Krötenarie» geworden. Das «Volksblatt» hat sich mit ihm darüber unterhalten.

«Volksblatt»: Herr Sprenger, das Buch ist eigentlich ein Theaterstück. Oder doch nicht?

Stefan Sprenger: Doch, das Buch ist ein Theaterstück, ein überlanges. Darum heisst es Lesestück, auf der Bühne wären es nämlich an die sechs Stunden Theater. Es geht um 25 spannende Jahre in Liechtenstein. Ich hatte beim Schreiben keine Lust zu kürzen, wollte dem Stoff Platz geben. Also ist es eine grosse Geschichte geworden, auch wenn die Bühnenfassung «nur» zweieinhalb Stunden dauerte. Darum war klar, dass ich die Gesamtfassung als Lesestück, als Buch herausgeben möchte, was ja mit Theaterstücken normalerweise nicht passiert. Aber ich glaube, dass es in der ganzen Breite eine interessante Geschichte ist.

Der Inhalt ist auch ein Teil der Geschichte Liechtensteins. Es beleuchtet die Jahre 1950 bis 1975. Warum genau diese Zeitspanne?

In diesen Jahren hat sich Liechtenstein wesentlich verändert. Man hatte nicht nur den Zweiten Weltkrieg hinter sich, sondern erlebte auch eine zweite Industrialisierungsphase. Parallel und fast unbemerkt dazu entstand der Finanzplatz, wie man ihn in den letzten Jahrzehnten gekannt hat. Damals boten sich für viele, besonders auch für Frauen Emanzipationsmöglichkeiten in neuen Büroberufen an. Es waren Jahrzehnte des Aufbruchs und gleichzeitig des Verlusts von Traditionen, die für die einen Halt, für die anderen aber Behinderungen waren. Mit dem Chiasso-Skandal 1977 war diese Aufbruchszeit beendet.

«Es waren Jahrzehnte des Aufbruchs und gleichzeitig des Verlusts von Traditionen.»

Stefan Sprenger
"Krötenarie. Als Liechten­stein reich wurde" - das Lesestück von Stefan Sprenger. (Foto: ZVG)

Sie sind zu jung für vieles aus dieser Zeit. Wie und wo waren die Recherchen, die rund zwei Jahre dauerten?

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