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Liechtenstein|18.12.2018 (Aktualisiert am 18.12.18 11:10)

«Blockchain-Euphorie» ist das Wort des Jahres

SCHAAN - Aus 350 Vorschlägen kürte eine sechsköpfige Jury das Wort «Blockchain-Euphorie» zum Wort des Jahres in Liechtenstein. Ebenso wurden das Dialektwort des Jahres sowie der Satz des Jahres und die Zahl des Jahres gekürt.

SCHAAN - Aus 350 Vorschlägen kürte eine sechsköpfige Jury das Wort «Blockchain-Euphorie» zum Wort des Jahres in Liechtenstein. Ebenso wurden das Dialektwort des Jahres sowie der Satz des Jahres und die Zahl des Jahres gekürt.

Blockchain ist eine verteilte sowie verschlüsselte und darum fälschungssichere Datenbank, die viel Potenzial hat. Liechtenstein ist daran, sich als Krypto- und Blockchain-Standort zu etablieren und nimmt mit einem eigenen geplanten Blockchain-Gesetz eine Vorreiterrolle ein. Die Herausforderung beim Gesetz wird sein, die Balance zwischen einer Offenheit gegenüber neuen Modellen und Technologien und dem Schutz von Investoren und Nutzern zu finden. Liechtenstein hat also gut gute Karten, bevorzugter Standort eines aufstrebenden jungen Sektors zu werden.

Dialektwort: Föranand

Es geht vielfach vergessen, dass unsere Gesellschaft auf dem Füreinander aufbaut. In einem Zeitungsinterview meinte Schaans Vorsteher Daniel Hilti: „Wir sind gut beraten, dass der Wohlstand richtig und nicht nur zur Befriedigung des eigenen Egos eingesetzt wird. Die Solidarität geht zunehmend verloren. Wenn jeder nur seine eigenen Interessen durchsetzen will, kommen wir nicht weiter.“ Damit bringt er die Stimmung im Land im Jahr 2018 in drei Sätzen auf den Punkt. Es braucht wieder ein Füreinander und Miteinander, wie dies beispielsweise die Fastenopferaktion schon Anfang des Jahres mit dem Motto „Föranand“ treffend formulierte.   

 Fünf Buchstaben und 1000 Fragezeichen: Satz des Jahres

Die fünf Buchstaben stehen für die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung DSGVO, die am 28. Mai 2018 in Kraft gesetzt wurde. Bei der DSGVO steht die Rückeroberung des Eigentumsrechts an den personenbezogenen Daten im Vordergrund. Nicht nur Unternehmen, sondern auch viele Vereine mussten in Sachen Datenschutz über die Bücher gehen. Was in Brüssel während fast zehn Jahren erarbeitet wurde, ist ein wahres «Bürokratiemonster» in feinstem Juristendeutsch. Anstatt Klarheit brachte das Werk viele Fragezeichen. In diesem Zusammenhang ist von einer Rechtsunsicherheit für die nächsten fünf bis zehn Jahre die Rede.

 Zahl des Jahres: 40

Seit rund 25 Jahren gilt in Planken «Tempo 40 generell» und geht es nach dem Willen der der meisten Plankner, soll das auch so bleiben. Die im Jahr 2012 in Kraft getretene Strassensignalisationsverordnung (SVV) machte den Plankner aber einen Strich durch die Rechnung: Die SVV sieht «Tempo 50 generell» auf Dorf- und Gemeindestrassen vor. Tempo 40 km/h ist generell nicht mehr vorgesehen. Deshalb hat Planken bei der Regierung vor zwei Jahren den Antrag auf Beibehaltung der Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h eingereicht. In diesem Mai hat die Regierung eine Sonderbewilligung für Planken abgewiesen. Die Gemeinde wollte den Entscheid nicht akzeptieren, weil laut dem Vorsteher die neue Regel nicht eins zu eins von anderen Gemeinden mit Durchgangsverkehr auf die «Sackgass-Gemeinde» Planken angewendet werden soll und hat Beschwerde eingereicht. In der Zwischenzeit hat der VGH den Entscheid der Regierung aufgehoben.

 

(sb)

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